Leitl: "Es reicht mit der Trainiererei"

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Als Kapitän wird Marco Höferth (re.) den BCF Wolfratshausen in Unterföhring aufs Feld führen. Der etatmäßige Spielführer Lech Kasperek fehlt zum Auftakt ebenso wie einige weitere Stammkräfte.

BCF Wolfratshausen - Der BCF Wolfratshausen muss zum Saisonauftakt beim FC Unterföhring (Samstag, 16 Uhr, Bergstraße) zwei Herausforderungen bestehen: Die Gastgeber werden hoch gehandelt, und den Farchetern fehlen viele Stammspieler.

Punktspielstart. Jener Moment, den Fußballer herbeisehnen, denn die wochenlange Schinderei während der Vorbereitung hat ein Ende. „Irgendwann reicht es mit der Trainiererei“, stellt auch Reiner Leitl klar. Das erhöhte Übungspensum gehe seinen Spielern „auf die Nerven“. Denn die BCF-Kicker „haben nicht gerade wenig trainiert“, räumt der 55-Jährige ein. Bisweilen so intensiv, dass der Coach immer mal wieder Murren vernahm. Irgendwo verständlich, aber ab sofort nicht mehr geduldet, denn nun geht es um Punkte. Und darum, die überdurchschnittlich gute Vorsaison zu bestätigen und permanent einen großen Abstand zum Tabellenkeller einzuhalten.

Farchets Auftaktprogramm ist nicht ohne. Mit dem FCU als Premierengegner habe man einen „guten Prüfstein“ (Leitl) vor der Brust. Dass das letzte Pflichtspiel beider Teams vor der Sommerpause an gleicher Stelle mit einem 3:2-Erfolg für den BCF endete, ist Geschichte. Denn die Elf von Andreas Pummer hat gravierendere Personalrochaden hinter sich als der nahezu unveränderte Farcheter Kader. Der Verlust von Efkan Bekiroglun und Albion Vrenezi (beide FC Augsburg II) wiegt schwer. Allerdings stieß mit Daniel Jungwirth (FC Erding) ein ehemaliger Profi an die Bergstraße. Und auch den wegen eines Knorpelschadens im Vorjahr kaum zum Einsatz gekommene Yasin Yilmaz hat Leitl auf dem Zettel. Zusammen mit Lichtensteins Nationalspieler Marco Büchel bilden Jungwirth und Yilmaz nämlich ein „Dreigestirn, dass wir eliminieren müssen“.

Für solche Maßnahmen ist Leitl sogar bereit, sein Spielsystem zu opfern. Dem Cheftrainer ist bewusst, dass sein Team in der Vorsaison deshalb viele Gegentore habe hinnehmen müssen, weil es den gegnerischen Spielgestaltern zu viele Freiheiten gelassen hat. Soll heißen: Vor der defensiven Viererkette könnte es leicht anarchisch zugehen. Denn die routinierten Michael Rauch, Mitch Rödl und Thomas Edlböck werden aller Voraussicht nach dazu auserkoren, dem Unterföhringer Kreativzirkel bestmöglich Einhalt zu gebieten. Leitls lapidare Aussage, „sollen sich die drei streiten, wer wen nimmt“, ist nichts anderes als ein Vertrauensvorschuss an die Recken.

Klar, dass solche massiven Maßnahmen irgendwo auch ihre Auswirkungen haben werden. Die Ressourcen der Offensive könnten beschnitten werden. Ist aber nicht so schlimm, da ohnehin die halbe Angriffsabteilung ausfällt. Michael Marinkovic muss sich wegen eines lädierten Außenbands in Geduld üben, Jona Lehr weilt auf einer Familienfeier. Überdies fehlen Kapitän Lech Kasperek, Christian Duswald und Lamine Guèye. Nach Leitls Einschätzung kein allzu großes Problem: „Unser Kader ist breit gefächert, wir können das auffangen.“

Aufstellung: Pradl – Korkor, Misirlioglu, Potenza, Müller – Edlböck, Rödl, Rauch, Höferth – Schuhmann, Pummer. Ersatz: Kluge, Putzke, Kaya, Scheck, Dzaferovic, Catal, Ratte.

Es fehlen: Duswald, Kasperek, Guéye, Faganello, Motzkau, Kretzinger, Marinkovic.

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Quelle: fussball-vorort.de

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