Leitl: "Sind schon unter Zugzwang"

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Verschiebungen: Thomas Edlböck (Mitte) wird für den BCF gegen den TSV Landsberg hinten rechts verteidigen. Teamkollege Michael Rauch (li.) die linke defensive Seite beackern.

BCF Wolfratshausen - Heimpremiere für die BCF-Fußballer: Nach der Auftaktniederlage in Unterföhring müssen die Farcheter am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr) gegen den TSV Landsberg zwingend individuelle Fehler abstellen.

Immer wieder aufs Neue zeigt sich die Bedeutsamkeit des ersten Saisonspiels. Ein erfolgreicher Prolog war nicht selten der Grundstein längerer Erfolgsserien. Die unterlegenen Mannschaften sind bereits in einer unangenehmen Lage. „Wir sind nach dem ersten Spiel schon in Zugzwang“, konstatiert Reiner Leitl vor dem Heimspiel gegen Landsberg. Seine Wolfratshauser haben die zweite, weniger beliebte Startoption gewählt. Besonders ärgerlich: Der BCF unterlag nicht besseren Widersachern, sondern alleine wegen eigener Patzer. Beide Gegentreffer in Unterföhring fielen nach ruhenden Bällen von der Seitenauslinie. Abgesehen von den jeweiligen Zuständigkeiten moniert Leitl das zaghafte Umgehen mit den Gegenspielern. „Mir fehlt das Körperliche im Sechzehner“, urteilt der 55-Jährige. Künftig müssten seine Kicker besser „am Mann dran“ sein.

Verschärft haben sich die Eindrücke des Auftaktspiels durch ein nachträgliches Videostudium. Leitl ließ die Partie an der Bergstraße aufzeichnen, das half ihm weitere Fehlerquellen auszumachen: die bisweilen mangelhaften Passfolgen zum Beispiel. „Alles, was wir an Zweikämpfen gewinnen, geben wir wieder her“, sieht Leitl eine nicht unwesentliche Diskrepanz zwischen Balleroberung und -behauptung. Diese Analyse schließt auch die Entstehung der Gegentreffer ein – „eine Aneinanderreihung von eigenen Fehlern“.

Nun ist es in den so genannten englischen Wochen Usus, in nur einer zwischengeschaltenen Übungseinheit den nahtlosen Übergang von der Aufarbeitung der gespielten zur zielgerichteten Vorbereitung auf die nächste Partie hinzubekommen. In diesem Fall bedeutet das: Fehler abstellen und die Niederlage in Unterföhring in ein „positives Ergebnis“ ummünzen. Die Gäste aus der Lechstadt werden in dieser Hinsicht nicht freiwillig mitspielen. Im Abschlussklassement der Vorsaison auf Augenhöhe mit den Wolfratshausern gelang der Elf von Sven Kresin am Samstag ein 2:0-Erfolg über Schwabmünchen. „Stabil gestartet“, merkt Leitl an. Ein Attribut, das aller Voraussicht nach auch auf die heutige Spielweise der Landsberger zutreffen wird. Um die Punkte an der Kräuterstraße zu behalten, darf sich Farchet nicht aus der „S-Kurve“ drängen lassen. Kein Begriff aus dem Rennsport, sondern schlicht die von Leitl prognostizierten Stärken der Gäste – allesamt beginnend mit dem Buchstaben S: Strohhofer, Siegwart, Standards. Zwei herausragende Kicker, dazu ein Stilmittel, gegen das der BCF zuletzt kein Gegenmittel fand.

Personell fehlen Leitl derzeit die Alternativen, um Umstellungen vornehmen zu können. Die taktische Ausrichtung gedenkt der Cheftrainer dennoch zu verändern: Thomas Edlböck wird die Rechtsverteidiger-Position besetzen, Chris Korkor ins Mittelfeld rücken. Jona Lehrs Einsatz von Beginn an, ist wegen grippalen Einschränkungen fraglich. Für ihn stünde Werner Schuhmann parat.

Dieser Artikel erschien auf der Amateursportseite im Münchner Merkur. Die Amateurfußballseite

erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

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Quelle: fussball-vorort.de

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