Leitl: "So viele Fehler hatte ich nicht erwartet"

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Noch viele Baustellen gibt es beim BCF Wolfratshausen. Im Testspiel gegen Freising kamen Sebastian Heid (re.) und Co. nicht über ein 0:0 hinaus.

BCF Wolfratshausen – Im zweiten Vorbereitungsspiel des BCF Wolfratshausen wurde es offensichtlich: Beim Bayernligisten gibt es noch etliche offene Baustellen. Nach dem mageren 0:0...

BCF Wolfratshausen – Im zweiten Vorbereitungsspiel des BCF Wolfratshausen wurde es offensichtlich: Beim Bayernligisten gibt es noch etliche offene Baustellen. Nach dem mageren 0:0 gegen Landesligist SE Freising kündigte Trainer Reiner Leitl weitere Verstärkungen an.

Der Höhepunkt der Langweile war längst erreicht, und die Mehrzahl der handgezählten 30 Zuschauer kehrte frühzeitig ins Vereinsheim ein oder hatte dem Isar-Loisach-Stadion schon vor Spielende den

Rücken. Es war eine grobe taktische Fehlentscheidung, eine konturarme Begegnung bei zwölf Grad Celsius und unnachgiebigem Dauerregen dem samstäglichen Großeinkauf oder einem gemütlichen Fernsehnachmittag vorzuziehen. Das kickende Personal hätte sich bei Entscheidungsfreiheit wohl anderweitig orientiert. Aber es half ja alles nichts – raus in der Regen und das Beste draus machen. Naja, zumindest es zu versuchen. Gelingen wollte den Fußballern allerdings nicht viel – denen vom Ballclub kaum mehr als den Bischofsstädtern.

Natürlich war es ein Vorbereitungsspiel nach einigen intensiven Trainingseinheiten und mit vielen neuen Gesichtern auf dem Platz. Andererseits war die Vorstellung aber auch ein Indiz für den neuen Trainer, dass Dinge noch korrigiert werden müssen oder Handlungsbedarf besteht. „Mit so vielen Fehlern habe ich nicht gerechnet“, zeigte sich Reiner Leitl nach seiner ersten Partie als leitender Angestellter an der Seitenlinie einigermaßen enttäuscht. Der 53-Jährige gestand seinen Eleven ob der harten Trainingswoche auch gewisse Schwächen zu. Ohnehin müssten sich einige Akteure erst an die verschärfte Gangart gewöhnen. Dies dürfe jedoch keine Ausrede für das hohe Maß an Unzulänglichkeiten sein. Fürwahr stimmte bei den Platzherren herzlich wenig. Christian Duswald und Marley Amanquah merkte man ihre verletzungsbedingte lange Absenz vom Spielfeld verständlicherweise an. Und überhaupt: „Raumaufteilung und Umschaltbewegung in allen Belangen“, waren weit entfernt vom Optimum, meinte der Coach. Ohne Torjäger Werner Schuhmann, dessen Comeback nicht vor August zu erwarten ist, blieben erkennbare Offensivaktionen aus. Basti Pummer vergab die einzige BCF-Chance in 90 Minuten – eine dürftige Ausbeute. „Der Zug zum Tor fehlt etwas“, schönte Leitl die vermissten Flankenläufe und zielgerichteten Abschlüsse.

Weitere Neuzugänge hat der Klub dennoch eher für andere Positionen im Auge. Angesichts der anstehenden Ablösegespräche wollte Abteilungsleiter Manfred Fleischer keine Vereins- und Spielernamen nennen. Leitl verriet derweil, dass es sich dabei um den im Probetraining befindlichen Innenverteidiger und einen „echten Zehner“ handelt, beide aus Brasilien beziehungsweise Afrika stammend. Für das heutige Training wird zudem der Regionalliga-erfahrene Daniel Böck vom

FC Memmingen erwartet, der beruflich in München tätig ist.

VON OLIVER RABUSER

Quelle: fussball-vorort.de

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