Leitl: "Wir müssen punkten, egal wie"

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Ein Aktivposten beim BCF Wolfratshausen im Heimspiel gegen Landsberg war Jona Lehr (li.), der auf der Außenbahn für viel Wirbel sorgte und unter anderem den 1:1-Ausgleich durch Marco Höferth vorbereitete.

BCF Wolfratshausen - Der Zeitpunkt für den ersten Saisondreier wäre nach einer Niederlage und einem Remis günstig. Doch dafür muss der BCF Wolfratshausen heute beim TSV 1865 Dachau (14 Uhr, Jahnstraße) disziplinierter bei ruhenden Bällen verteidigen.

Am Samstag in 14 Tagen ist es soweit: Volksfestzeit in Dachau. Der dortige Rummel erfreut sich seit vielen Jahren vor allem aufgrund der moderaten Bierpreise großer Beliebtheit. Sympathiewerte anderer Natur genießt derzeit der BCF Wolfratshausen bei seinen Bayernliga-Kontrahenten, weil er in Standardsituationen gerne mal billige Gegentore kassiert. Vier aus vier lautet die alarmierende Anzahl vermeidbarer Treffer. Die Konsequenz: Farchet fristet nach zwei Spieltagen mit nur einem Zähler auf der Habenseite ein Mauerblümchen-Dasein in der Tabelle. Während also auf der Dachauer Festwiese die Aufbauarbeiten laufen, steht dem BCF zehn Gehminuten davon entfernt jetzt schon eine ernsthafte Bewährungsprobe bevor. „Wir müssen punkten – egal, wie“, stellt Coach Reiner Leitl klar. Der heutige Gastgeber scheint unberechenbar zu sein. Der 3:0-Auftaktsieg der 65er ist Leitl zufolge ein „super Spiel“ gewesen. Unter der Woche dann aber unterlagen die Dachauer beim TSV Schwabmünchen.

Letztlich müssen sich die Farcheter erst einmal um die eigenen Probleme kümmern. Und die drehen sich nach Einschätzung des Trainers momentan primär um diese vermaledeiten ruhenden Bälle. „Ansonsten ist unser Defensivspiel in Ordnung“, räumt der 55-Jährige ein. Doch wie lässt sich die Standard-Falle umgehen? Leitl hat klare Vorstellungen. „Wenn der Gegner mit Tempo in die Flanken geht, muss man sich wehren.“ Exemplarisch nennt der Übungsleiter legale Gegenmaßnahmen wie leichtes Halten, den Körper dazwischen stellen oder die Arme weiter ausbreiten. Kurz: „Mehr investieren.“ Eine noch bessere Variante wäre, die Gefahrensituationen ganz zu vermeiden. Klar, geht nicht immer. Dennoch gingen den jüngsten Gegentoren des BCF allesamt Fahrlässigkeiten voraus.

Für personelle Rochaden fehlen Leitl derzeit die Alternativen. Abwehrchef Lech Kasperek ist eben erst ins Mannschaftstraining eingestiegen, hat dementsprechend Nachholbedarf. Ganz ohne Veränderungen möchte Leitl den dritten Anlauf zum ersten Dreier aber auch nicht angehen. Paul Müller und Enzo Potenza müssen als zwei der vermeintlichen Sündenböcke vom Mittwoch zunächst auf der Bank Platz nehmen. Es wird wohl die Elf aus der zweiten Spielhälfte gegen Landsberg auflaufen – also mit Dominik Putzke in der Innenverteidigung sowie Michael Rauch links daneben.

Weil der erste Sieg dringend notwendig wäre, überlegt der Trainer sogar, das Match mit der offensiven Heim-Ausrichtung anzugehen. Allerdings mit der Vorgabe, dass die sechs Feldspieler hinter dem Sturmtrio etwas tiefer stehen. Wie ein positives Ergebnis letztlich zustande kommt, ist egal. Aber Volksfeststimmung wird ausnahmslos im Falle eines Sieges aufkeimen.

BCF Wolfratshausen: Pradl – Korkor, Misirlioglu, Putzke, Rauch – Rödl, Edlböck, Höferth – Lehr, Schuhmann, Pummer.

Ersatz: Kluge, Potenza, Müller, Scheck, Dzaferovic, Catal, Ratte

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Quelle: fussball-vorort.de

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