Leitl: "Wird Zeit, dass die Winterpause kommt"

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Gestrauchelt ist der BCF Wolfratshausen daheim gegen Landshut. Bei dem heutigen Auftritt in Bad Kötzting wollen die Farcheter um Basti Pummer (re.) wieder punkten, um den Platz im Tabellenmittelfeld zu sichern.

BCF Wolfratshausen - Reif für die Insel – so oder so ähnlich ist der Zustand des BCF Wolfratshausen drei Spieltage vor der Winterpause. Noch aber lässt der Spielplan der Bayernliga die Farcheter nur vom Erholungsurlaub träumen. Die Reise führt am heutigen Samstag in den bayerischen Wald zum kratzbürstigen Aufsteiger 1.FC Bad Kötzting.

„Flasche leer“, tönte Giovanni Trapattoni einst. Zwar hatte der legendäre Ausspruch des italienischen Trainers in Diensten des FC Bayern einen anderen Hintergrund, die aktuelle Sachlage beim BCF Wolfratshausen beschreibt er dennoch trefflich. „Wir sind momentan nicht so gut drauf“, hat Coach Reiner Leitl zuletzt beobachtet. Ein schleichender Prozess. Zunächst stimmten immerhin die Ergebnisse, doch die 1:2-Niederlage gegen Landshut vor Wochenfrist gab dann schon eindeutigere Aufschlüsse darüber, dass das BCF-Personal „nicht so in Tritt“ ist. Leitls logisches Fazit: „Wird Zeit, dass die Winterpause kommt.“

Doch anders als in unteren Spielklassen, wo spätestens an diesem Wochenende Zapfenstreich ist, reizt die Bayernliga bei der Terminierung die kalendarische Schmerzgrenze aus. Drei Partien stehen für Farchet noch auf dem Zettel, die erste heute beim Aufsteiger in Bad Kötzting. 5:1 für den BCF lautete das Ergebnis im Hinspiel. Damit könnte Leitl freilich bestens leben. Doch so recht mag der 54-Jährige nicht an ein einfaches Resultat glauben. Für einen brauchbaren Endstand ist ein Kraftakt vonnöten. Gleiches gilt für die beiden verbleibenden Partien gegen Rosenheim und Dachau. „Lauter Sechs-Punkte-Spiele“, um den Abstiegsrängen ein für allemal zu entfliehen, betont der Coach. Gleich ist nur die Vorgehensweise: „Solche Spiele gewinnst du nur mit Kampf und Leidenschaft“, stellt Leitl klar. Gegen Landshut habe man gesehen, was passiert, wenn „wir einige Prozent vermissen lassen“. Ungeachtet schwindender mentaler und muskulärer Kräfte muss die Mannschaft über ihren Schatten springen, an die Grenzen des Machbaren gehen.

Frische Einsatzkräfte würden in dieser Situation natürlich helfen. Und mit Marco Höferth, Mitch Rödel, Patrick Motzkau und Michael Rauch stünden auch welche auf Abruf bereit. Langzeitverletzte kurz nach abgeschlossener Rekonvalezenz in den Punktspielbetrieb zu schicken, ist Leitl jedoch aller Not zum Trotz viel zu riskant. Training und Pflichtspiel sind eben zwei paar Stiefel.

Gerade beim Tabellen-17. in Bad Kötzting. Der 54-Jährige erwartet angesichts der beachtlichen Zuschauerzahlen des 1.FC erheblichen Widerstand. „Viel Stimmung, aber auch viel Gezeter“ komme auf seinen BCF zu. Klar sind derweil die Vorzeichen für das heutige Aufeinandertreffen: „Die müssen, wir können“, schiebt Leitl den Druck in Richtung Oberpfalz. Umgekehrt bestünde die Gefahr, dass man „das Spiel nicht ganz so ernst nimmt“. Lautstarke Anfeuerung könnte da nicht schaden. Fans, die die Mannschaft begleiten möchten, müssen ebenfalls Opfer bringen: Der BCF-Bus fährt bereits um 9 Uhr am Sportheim ab.

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Quelle: fussball-vorort.de

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