Letzter Platz – doch von Panik keine Spur

Fürstenfeldbruck - Fehlende Sponsorengelder und auch noch die Rote Laterne. Doch mit einer Panikreaktion ist beim SCF trotz der neuerlichen Niederlage nicht zu rechnen.

Auch nachdem der SCF auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht ist, gibt Präsident Sigi Müller eine eindeutige Prämisse aus: „Ruhe bewahren und Geduld zeigen.“ Das Vertrauen in die größtenteils jun- Letzter Platz – doch von Panik keine Spur FUSSBALL-Sigi Müller verbreitet noch eine eher geduldige Stimmung. gen Spieler und Trainer Dirk Teschke ist beim SCF-Chef nach wie vor vorhanden. Müller ist sich sicher: „Die Mannschaft arbeitet im Training gut. Das wird sich auch bald in den Ergebnissen durchschlagen.“

Das früher bekannt kritische Umfeld in Fürstenfeldbruck scheint indessen gegenüber dem erst seit Januar im Amt befindlichen SCF-Präsidium noch still zu halten. Zumindest glaubt das Müller das erkannt zu haben: „Bislang ist von dieser Seite noch kein Druck zu verspüren.“

Reaktion nach 0:4-Niederlage

Dabei hatte sich der bei den Anhängern äußerst skeptisch beäugte Teschke bereits nach der 0:4-Niederlage in Pipinsried in der Schusslinie gewähnt: „Ich sehe jetzt schon das breite Grinsen bei einigen Leuten.“ Zumindest ist dem Trainer klar, dass die Mannschaft nun eine Reaktion zeigen muss, die sich auch in den Ergebnissen niederschlägt. „Sonst wird es schwer, da unten wieder rauszukommen.“

Ein Hoffnungsträger ist Neuzugang Wilson Onyemaeke, der in Unterföhring bereits angedeutet hat, dass er eine echte Verstärkung ist. Der Stürmer mit nigerianischen Wurzeln glänzte zwar noch nicht als Torschütze, bringt aber jede Menge Spielkultur mit und versteht es, seine Nebenleute gekonnt in Szene zu setzen. Die Gefahr bei der „schwarzen Perle“: Kommt ein Angebot von einem Proficlub, ist er weg. Zumindest die Bayernligisten stellen aber keine Gefahr für den SCF dar, denn ein Angebot vom TSV Aindling soll der in Bruck lebende Onyemaeke bereits ausgeschlagen haben.

unverständliche Transferpolitik

Kritisch hinterfragt wird von den Anhängern auch die Personalpolitik des SCF: Statt einen weiteren Stürmer als Konkurrenz für den jetzt ohnehin langzeitverletzten Christian Schmid zu verpflichten, setzte man Torwart Lukas Welzmüller mit Sebastian Steidle einen Konkurrenten vor die Nase. Dabei hatte sich Welzmüller doch so große Hoffnungen auf einen Stammplatz gemacht. Müller, dessen Sohn Daniel ebenfalls zur Keeper-Riege des Vereins gehört, verteidigt dieses Vorgehen entschieden: „Wir hatten zu wenig Torhüter. Da mussten wir reagieren.“ Im Sturm habe man auf Schmid und den eigenen Nachwuchs gesetzt. Doch kam zur schweren Verletzung des Routiniers auch noch der späte Abgang von Maximilian Obermeyer zum TSV Gersthofen. Dennoch hält Müller das verfolgte Konzept für richtig: „Ein guter Stürmer kostet Geld.“ Geld, das beim SCF derzeit nicht locker sitzt. „Es gibt aber nicht nur den rein finanziellen Aspekt. Wir werden auch in Zukunft weiter auf die eigene Jugend bauen.“ Die muss über kurz oder lang aber Resultate bringen, sonst wird die bislang nicht vernommene Unruhe im Umfeld sicher bald einsetzen.

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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