Der gebürtige Eittinger im Interview

Lex: "Mir hat's in Buchbach immer getaugt"

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Stefan Lex beobachtete den TSV Buchbach beim 3:2-Sieg gegen die U 21 des FC Ingolstadt.

TSV Buchbach - „Über den Buchbacher Sieg habe ich mich schon gefreut, auch wenn ich natürlich für meinen jetzigen Verein die Daumen drücke“, sagte Stefan Lex nach dem 3:2 seines Ex-Klubs TSV Buchbach gegen die Reserve des FC Ingolstadt in der Regionalliga.

Michael Pech, Trainer des FC Eitting, rügte Dich, dass Du den Bezirksliga-Aufsteiger bei der 2:3-Niederlage in Schwabing nicht unterstützt hast.

Das war natürlich nicht so ernst gemeint. Wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich eh zu den Eittinger Spielen und schaue auch gelegentlich beim Training vorbei, wenn wir am Nachmittag keine Einheit haben. Es spielen ja da noch einige meiner Kumpels.

Deine Rückkehr in die SMR-Arena hast Du sichtlich genossen.

Es war wie immer eine tolle Atmosphäre. Mir hat’s in Buchbach immer getaugt. Ich war ja auch zwischenzeitlich schon einige Male da, man trifft Bekannte und Freunde. Aber dieses Mal war es schon etwas ganz besonderes, wenn man die Spieler beider Vereine so gut kennt.

Hat Dein Ex-Verein gegen Ingolstadt verdient gewonnen?

Auf jeden Fall hat Buchbach in der aktuellen Situation die Punkte besser brauchen können, um schnellstmöglich den Klassenerhalt zu sichern. Unsere U 21 schafft das schon. Es war ein rassiges Spiel, Buchbach hat in Unterzahl viele Chancen herausgespielt und aufgrund des kämpferischen Einsatzes war der Sieg für Buchbach auch verdient.

Vor der Länderspielpause hattest Du Deine beiden ersten Einsätze in der Bundesliga.

Da ist ein Traum in Erfüllung gegangen, an den ich eigentlich selber nicht mehr geglaubt habe. Das ist schon ein Wahnsinn, wenn man sieht, wo ich herkomme und wo ich noch vor drei Jahren war.

Ihr seid richtig gut aus den Startlöchern gekommen. Fehlen noch 33 Punkte zum Klassenerhalt?

Es war klar, dass wir gegen Dortmund nicht unbedingt mithalten konnten. Aber es ist schon besonders, wenn man gegen Spieler spielt, denen man sonst in der Nationalmannschaft die Daumen drückt. Die beiden Siege waren auf alle Fälle enorm wichtig, damit die Konkurrenz weiß, dass mit uns zu rechnen ist. Für die meisten von uns ist die Bundesliga eine einmalige und erstmalige Erfahrung.

Dein Trainer Ralph Hasenhüttl sagt, dass ihr jedes Spiel genießen sollt. Was ist Dein Highlight?

Der Trainer hat Recht. Wir tun gut daran, jedes Spiel zu genießen. Ein besonderes Highlight wird sicherlich, wenn wir in einer hoffentlich ausverkauften Allianz-Arena gegen die Bayern spielen. Gegen die Löwen haben wir ja auch schon in der Allianz- Arena gespielt, aber ein volles Haus gegen Bayern ist noch mal anders. Und sicherlich wird es auch ein Highlight, vor 80 000 Zuschauern in Dortmund zu spielen.

Bislang hattest du drei Teileinsätze: Ist die Luft in der Bundesliga auch für Dich etwas rauer?

Klar würde ich gerne mehr spielen. Ich bin ehrgeizig und will so oft wie möglich auf dem Platz stehen. Aber ich weiß auch, dass ich wirklich jede Minute genießen muss.

Du bist einer der ganz wenigen Bundesligaspieler, die nicht einem Leistungszentrum entstammen, sondern in Dorfvereinen groß geworden sind. Wie müssen sich die Fans Deiner ehemaligen Vereine Deinen Arbeitstag vorstellen?

Im Regelfall haben wir nur einmal in der Woche zwei Trainingseinheiten am Tag. Wenn wir nur am Vormittag trainieren, fahre ich um kurz vor 8 Uhr morgens in Eitting los, wo ich ja wieder seit dem Ende meines Engagements in Fürth wohne. Dann trifft sich die ganze Mannschaft zum Frühstück, anschließend geht’s in den Kraftraum, und dann bereiten wir uns auf das Training vor. Das Aufwärmen ist ziemlich individuell, genauso wie das Programm nach Training und Mittagessen. Da geht es dann in den Wellnessbereich, zum Physio oder zu anderen Behandlungen – je nach Trainingseinheit und Bedarf. Damit ist der Nachmittag gefüllt, und dann haben wir Freizeit. Wenn zwei Einheiten auf dem Programm stehen, wiederholen sich die Abläufe. Wenn nur am Nachmittag trainiert wird, kann ich auch mal länger schlafen.

Du hast nicht auf die Profi-Karriere gesetzt, sondern immer auch Deine berufliche Ausbildung forciert.

Meinen Studiengang Sportwissenschaft habe ich mit dem Bachelor abgeschlossen. Vielleicht hänge ich noch den Master dran, aber momentan kann ich mich ganz auf Fußball konzentrieren.

Quelle: fussball-vorort.de

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