1:2 - Liedl kritisiert "Schlafwagenfußball"

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Es lief einfach nicht: Pullachs Gianluca Simari steht die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben.

SV Pullach - Der SV Pullach ist etwas außer Tritt geraten: Gegen die SpVgg Hankofen-Hailing unterlagen die Raben zuhause mit 1:2 (0:1).

Eine Reaktion nach dem 0:2 in Sonthofen hatte Theo Liedl von der Mannschaft gefordert, doch dieser Wunsch des Pullacher Managers blieb zunächst unerfüllt. Ähnlich wie bei der ersten Punktspielniederlage der Saison im Allgäu fehlte den Aktionen des SVP das angemessene Tempo, um den Gegner in Verlegenheit zu bringen. „Schlafwagenfußball“ sah Liedl in den ersten 45 Minuten gegen eine zwar nicht unbedingt Beton anrührende, aber auch nicht sonderlich dynamische Truppe aus Niederbayern. „Es ist generell ein lahmes, eher schwächeres Spiel“, so das Halbzeitfazit des SVP-Machers.

Den Gästen war das bis hierhin allerdings egal, denn sie gingen nach einem ersten Durchgang ohne große Höhepunkte mit einer 1:0-Führung in die Kabine. Peter Beierkuhnlein, der schon in Sonthofen mit einem unabsichtlichen Handspiel einen unglücklichen Strafstoß zum ersten Treffer des Gegners verursacht hatte, wurde dabei auch diesmal zum SVP-Pechvogel: Schiedsrichter Florian Wildegger aus Wehringen wertete seinen Zweikampf, in dem ein Hankofener zu Fall kam, zum Leidwesen der Gastgeber als Foul. „Das muss man nicht zwingend pfeifen“, urteilte Liedl, „aber der Gegner hat das Geschenk dankend angenommen.“ Denn Mario Eller verwandelte den Elfmeter zum 0:1 für die Niederbayern (37.). Genauso sehr wie der überflüssige Rückstand dürfte Liedl aber die Harmlosigkeit der Raben im Angriff geärgert haben. „Bis auf eine halbe Chance durch einen Schuss von Andi Roth war da nichts“, kritisierte er und betonte: „Jetzt muss Feuer rein.“

Trainer Frank Schmöller reagierte, brachte zur zweiten Halbzeit Mittelfeldspieler Alexander Weiss für Linksverteidiger Christoph Meißner, nach einer Stunde den pfeilschnellen Angreifer Maximilian Schuster für Rechtsverteidiger Dominik Traunmüller. Doch die angriffslustige Ausrichtung zahlte sich zunächst nur für die Gäste aus, die durch Christian Schedlbauer das 0:2 nachlegten (65.). Erst danach wachten die Raben auf: Orhan Akkurt stellte nach einem Strafraumgetümmel mit einem Schuss aus der Drehung den Anschluss her (74.), nach Rot für Gästespieler Udo Tolksdorf (86.) wegen einer überharten Attacke an Roth drängte der SVP in den Schlussminuten sogar in Überzahl auf den Ausgleich. Doch eine richtig dicke Chance ergab sich nicht mehr.

„Wir haben erst nach dem 0:2 angefangen zu kämpfen, zu laufen, aggressiv zu sein und Fußball zu spielen. Und 25 Minuten sind eben zu wenig“, kommentierte Liedl die Heimpleite.

Quelle: fussball-vorort.de

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