Nach Derby-Pleite

Liedl ruft den Pullacher Abstiegskampf aus

+
Die Gäste aus Pullach (hier Daniel Leugner) bekamen kein Bein mehr auf den Boden.

SV Pullach - Bittere Derby-Schlappe für den SV Pullach: Beim FC Unterföhring ging der Vorjahreszweite der Bayernliga Süd mit 1:5 (1:1) unter. Die Verantwortlichen rufen schon den Abstiegskampf aus.

Das Landkreis-Derby galt als das Duell zweier bislang enttäuschender Teams. Der SVP als Zweiter der vergangenen Saison und der FCU nach überragenden Vorbereitungsresultaten waren nach sechs Spielen wesentlich weiter vorne erwartet worden als auf den Rängen acht und neun mit je acht Punkten. Im direkten Vergleich kam Unterföhring den eigenen Ansprüchen wesentlich näher, was aber auch am Auftritt der Gäste lag, wie deren Manager Theo Liedl zugab: „Man spielt immer so gut, wie es der Gegner zulässt. Insofern hat es Unterföhring gut gemacht und auch in der Höhe verdient gewonnen.“

Dabei sah es zunächst nicht nach einem Totalabsturz der Raben aus: Christoph Dinkelbach brachte den SVP schon in der vierten Minute in Führung. „Das war der einzige gute Spielzug nach vorne, der auch gut abgeschlossen wurde“, so Liedl, der sich das Geschehen dann noch einige wenige Minuten lang zufrieden betrachten konnte, ehe die Hausherren das Kommando übernahmen, gegen zunehmend widerstandslose Pullacher. „Nach einer Viertelstunde hatten wir neun Totalausfälle. Die einzigen Ausnahmen waren Christoph Dinkelbach und Daniel Leugner. Alle anderen waren meilenweit von irgendwas entfernt“, schimpfte Liedl über die seiner Ansicht nach zu lasche Einstellung: „So kannst du kein Spiel bestreiten, wenn du nicht einmal die Möglichkeit hast, in einen Zweikampf zu kommen.“

Der knappe Vorsprung hielt trotzdem bis zur 32. Minute. Dann schob der von Daniel Jungwirth freigespielte Attila Arkadas flach zum längst fälligen Ausgleich ein. Mit dem 1:1 ging es in die Pause, danach zerschlugen sich schnell Liedls Hoffnungen auf eine Besserung im Pullacher Spiel. Nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß von Yasin Yilmaz hämmerte Yakub Dora den Ball aus 14 Metern unhaltbar zum Unterföhringer 2:1 ins Eck (49.). Jungwirth (54.) und Arkadas (56.) sorgten kurz darauf mit einem Doppelschlag für die endgültige Entscheidung. „Wir kriegen drei Gegentore in zehn Minuten, in denen wir den Ball haben und eineinhalb bis drei Meter weit klären. Das ist lächerlich“, zeterte Coach Schmöller. Dominik Hofmann setzte per Kopf nach einer Ecke noch das 5:1 drauf (76.). Dass sich FCU-Keeper Max Gillmeier in der Schlussphase bei der einen oder anderen Pullacher Chance auszeichnen durfte, interessierte Liedl schon nicht mehr. Der SVP-Macher prognostizierte seinem Team nach dieser dritten Niederlage in Folge eine unerwartet düstere Zukunft: „Ab sofort hat der Abstiegskampf begonnen. Und im Abstiegskampf muss man kämpfen, laufen, Zweikämpfe gewinnen.“ Genau das ließen die Raben in Unterföhring aber vermissen, wie Schmöller ergänzte: „Ich glaube, wir haben keinen einzigen Zweikampf gewonnen.“ Weshalb der Trainer Liedls Auffassung vollkommen teilt: „Mit so einer Leistung spielen wir definitiv gegen den Abstieg.“

 

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Trainerkarussell bei den Amateuren nimmt weiter Fahrt auf
Trainerkarussell bei den Amateuren nimmt weiter Fahrt auf
Michael Schrodi: Vom grünen Rasen in den Bundestag
Michael Schrodi: Vom grünen Rasen in den Bundestag
Pokalkracher-Derby in Fürstenfeldbruck: Ziel Halbfinale
Pokalkracher-Derby in Fürstenfeldbruck: Ziel Halbfinale
Beim FC Ismaning müssen jetzt auch die Invaliden ran
Beim FC Ismaning müssen jetzt auch die Invaliden ran

Kommentare