Abstieg aus 3. Liga, Aufsehen im DFB-Pokal

So lief das Jahr 2015 für die SpVgg Unterhaching

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Eines der wenigen Highlights des Hachinger Jahres: der Jubel mit den Fans nach dem Pokal-Sieg gegen Leipzig.

SpVgg Unterhaching - Es ist wie üblich: Auch im abgelaufenen Jahr war bei der SpVgg Unterhaching gewaltig der Wurm drin. 2015 zunächst sogar im wahrsten Sinne des Wortes.

Als sich der sportlich wie finanziell dauerkriselnde Drittligist, der als 14. mit immerhin fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge in die Winterpause gegangen war, gerade wieder erhob, um das Unternehmen Klassenerhalt anzugehen, kamen die Krähen in den Sportpark. Nahrung im satten Grün des sonst tief verschneiten Sportparks lockte die Vögel an. Die hinterließen tiefe Löcher, so dass der DFB sogar das erste Heimspiel des Jahres wegen Sicherheitsbedenken absagen musste.

Als es endlich sportlich weiterging, ging es auch weiter bergab. Aus Geldnot musste Präsident Manfred Schwabl Top-Stürmer Andreas Voglsammer verkaufen – sportlich ein nicht zu kompensierender Verlust, wie sich herausstellte. Der Ausverkauf begann, auch Torhüter Michael Zetterer sagte noch in der Winterpause Servus. Mitten im Abstiegskampf trat im März Trainer Christian Ziege zurück, Claus Schromm übernahm nach einer Episode als Sportdirektor das Amt des Cheftrainers.

Das Happy End blieb in diesem Jahr allerdings aus. Am Ende der Saison musste die SpVgg nach 34 Jahren erstmals wieder in die vierte Liga. Auch, weil der DFB zuvor schon zwei Punkte abgezogen hatte: Die „Schließung einer Liquiditätslücke“ konnte nicht nachgewiesen werden. Schwabl akzeptierte die Entscheidung ohne großes Murren – war damals schon klar, dass im ewigen Ringen um die Lizenz diesmal einfach kein Etappensieg mehr möglich war?

Nach dem Absturz in die Regionalliga Bayern machte eine komplett neue Hachinger Mannschaft vor allem im DFB-Pokal von sich reden: Siege über Bundesliga-Aufsteiger Ingolstadt mit Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl (2:1) und das Zweitliga-Spitzenteam aus Leipzig (3:0) waren Feiertage im Sportpark und spülten nebenbei fast eine Million in die leeren Kassen. In der Liga überwintert die SpVgg als Vierter und hat sich als Verfolger der Aufstiegskandidaten etabliert.

Quelle: fussball-vorort.de

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