Rock‘n‘Roller des  SV Anzing ehrenamtlich unterwegs

Wenn Deutsche Meister an die Haustür liefern

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Weihnachtliches Outfit: das Lieferteam des Rockers Club (hi., v.l.): Richard Barz, Lea Halik, Patrick Tafferner, Anna Spies, Laurin Krenz sowie (vo.) Marvin Keil und Leonhard Scherer.

Über mangelnde Arbeit konnten sich die Rock’n’Roller des SV Anzing vor Weihnachten nicht beschweren.

Anzing –  Elf Tänzer des Rockers Club halfen an zwei Wochenenden ehrenamtlich einem lokalen Gasthaus, dem Purfinger Haberer, beim Lieferservice. „Wir hatten geplant, die Fahrten für uns mitzuschreiben und entsprechend zu dokumentieren. Doch aufgrund der großen Nachfrage und der Masse der Bestellungen haben wir diesen Plan relativ schnell verworfen“, berichtete Patrick Tafferner, Co-Trainer und Tänzer des amtierenden Deutschen Meisters der Master Formationen von 2019.

Gerade am zweiten Wochenende waren die Anzinger, gekleidet in Weihnachtsoutfit, mit bis zu sieben Fahrzeugen im Dauereinsatz. „Einen Rekord an Kilometern kann ich daher leider nicht nennen, aber es sind schon einige zusammengekommen“, schilderte Tafferner lachend. Abseits des trockenen Online-Trainings allein zuhause in den eigenen vier Wänden war es durchaus für die Rock’n’Roller eine gern gesehene Abwechslung.

Und das Beste: „Die Resonanz von den Kunden war sehr gut, vor allem unsere Outfits kamen super an. Ob die blinkenden Ugly-Christmas-Sweater oder unsere Weihnachtsanzüge, das Feedback war stets positiv“, berichtete Tafferner. Gerade für Sonntag lagen bereits 40 Vorbestellungen vor. „Jedes Mal wenn Inhaber Max Mack aufgelegt hat, klingelte das Telefon schon wieder. Die Bestellungen kamen auch per Whatsapp oder über uns Ausfahrer rein, weil die Leute einfach nicht telefonisch durchgekommen sind.“ Einige Kunden gaben sogar extra vorort ihre Bestellung ab, auch die Küche lief auf Hochtouren.

Kein Wunder, dass beide Seiten hinterher von einer gelungenen Aktion sprachen. Es habe viel Spaß gemacht, meinte der Rockers Club-Tänzer. „Wir wollten uns engagieren und einfach helfen“, bekannte Tafferner. Damit wurde die soziale Gemeinschaft gepflegt – und der eigene Verein im leidigen, wettkampflosen Corona-Jahr ein bisschen „sichtbarer“ gemacht. OLAF HEID

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