Liefert Garching die nächste Sensation?

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Kampfstarker Stürmer: Stefan Prunitsch (rot; hier beim 3:2 gegen die Löwen) trifft jetzt mit Garching auf seinen Ex-Verein FC Augsburg II.

VfR Garching - Es war kalt, neblig und regnerisch an den Garchinger Abenden in dieser Woche. Dennoch übte der Kader des VfR Garching komplett und gutgelaunt auf den Plätzen.

Der Regionalligist ist nach seinem 3:2-Sensationssieg beim TSV 1860 München II auf einem Höhenflug, der auch im Heimspiel gegen den FC Augsburg II (Samstag, 14 Uhr) kein Ende finden soll. Nach fünf Niederlagen in Folge gab es zuletzt zwei Siege und Trainer Daniel Weber würde die Erfolgsserie nun gerne noch 180 Minuten fortsetzen. Er registriert auch in seiner Mannschaft „eine ungemein hohe Motivation für diese Jahreszeit“.

Weber macht aber auch deutlich, dass bei dem Regionalliga- Aufsteiger alles passen müsse. Zuletzt an der Grünwalder Straße waren die Garchinger bei 115 Prozent ihres Leistungspotenzials und nun sollten es wieder mindestens 100 sein. Der Trainer des VfR macht aber auch deutlich, dass zuletzt in München die Zuschauer ein gutes Stück über ihre Grenzen der Begeisterungsfähigkeit hinaus gingen. Nach 300 Gästefans in München möchte er nun auch ein gut besuchtes Heimspiel sehen und „wieder diese Anfeuerung, die wir spüren und die uns hilft.“ Die Fans haben sich bei dem großen Sieg selbst in Zugzwang gebracht. Diese Woche ist auch für Stefan Prunitsch nichts Normales.

Erst schoss er seinen Lieblingsverein 1860 ab, bei dem er mit den treuesten der treuen Fans durch Deutschland reist. Nun wartet mit dem FC Augsburg II der Verein, bei dem er sich als Quereinsteiger versuchte. Vom TSV Hilgertshausen aus der Bezirksliga wechselte er zu den Schwaben, seinem ersten richtig großen Verein. Prunitsch kam in einem Jahr Regionalliga in Augsburg auf drei Tore in 13 Einsätzen. „Er ist an anderen Dingen gescheitert“, sagt sein Garchinger Trainer Daniel Weber. Prunitsch musste sechsmal die Woche trainieren und wurde von seinem Körper immer wieder mit Krankheiten gestoppt. Nun in Garching ist der Angreifer wieder in dem für ihn verträglichen Bereich. In der Bayernliga machte er in 32 Spielen 14 Tore, in 18 Regionalliga- Partien weitere vier. Weber arbeitet geduldig mit dem Kämpfer vor dem Herrn, der einfach nur unglaublich oft Chancen liegen lässt.

„Wenn er jede zweite Großchance macht, ist er regelmäßig Torschützenkönig“, sagt Weber. Er ist zufrieden, weil Prunitsch für das Team unglaublich viel arbeitet und auch immer seine Möglichkeiten hat. Die Verwertung ist für den Garchinger Trainer ein Zeit benötigender Prozess: „Irgendwann nutzt er jede vierte Chance, dann macht er jede dritte rein und am Ende wird Stefan ein Stürmer wie Mijo Stijepic.“ Der ehemalige Ismaninger Superstar in Diensten des TSV Buchbach gilt als Mister Kaltschnäuzigkeit in Person. Nach dem 3:2-Auswärtssieg beim TSV 1860 München gibt es in Garching keinen großen Grund zu wechseln. Eine Veränderung plant Weber dennoch und wird den zuletzt mit Gelber Karte gesperrten Mike Niebauer wieder bringen. Dafür muss entweder Dennis Vatany oder Michael Weicker aus der ersten Elf.

Voraussichtliche Aufstellung: Wachenheim – Genkinger, Mayer, Steinacher, Suck – G. Ball, M. Niebauer – D. Niebauer, Vatany (Weicker), Arzberger – Prunitsch.

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Quelle: fussball-vorort.de

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