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„Einen Plan hat und vorne weggeht“ - Kayabunar beschreibt Nachfolger-Profil nach Last-Minute-Jubel

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Von: Korbinian Kothny

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Last-Minute-Jubel bei Türkgücü München nach dem Ausgleich in der 92. Minute.
Last-Minute-Jubel bei Türkgücü München nach dem Ausgleich in der 92. Minute. © Imago imagesUlrich Gamel

Türkgücü München rettet in letzter Minute zumindest einen Punkt zuhause gegen den SC Verl. Die Kayabunar-Truppe überwintert dadurch auf einem Nichtabstiegsplatz.

München - Last-Minute-Jubel bei Türkgücü München*. Eric Hottmann bewahrt mit seinem Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Mannschaft von Interimstrainer Alper Kayabunar vor dem Super-Gau. Durch seinen Treffer zum 2:2 überwintert Türkgücü auf einem Nichtabstiegsplatz.

Der Gegner SC Verl verpasst es hingegen durch den Ausgleich in letzter Minute am Abstiegsrivalen vorbeizuziehen und steht nach wie vor auf dem 17. Tabellenplatz. Der MSV Duisburg morgen zuhause gegen den VfL Osnabrück und die Würzburger Kickers ebenfalls daheim gegen den TSV 1860 könnten mit einem Dreier sogar noch an Verl vorbeiziehen. Türkgücü kann mit 21 Punkten vor der Winterpause nicht mehr eingeholt werden.

„Die Mannschaft ist verunsichert.“

Alper Kayabunar über den Gemütszustand seiner Mannschaft.

Bedanken darf sich die Mannschaft von Präsident Hasan Kivran bei Joker Eric Hottmann. Durch seinen Treffer in der 92. Minute wendete der Defensivspieler die schon sicher geglaubte Niederlage ab. Auch über den gesamten Spielverlauf gesehen wäre ein Dreier für die Gäste nicht unverdient gewesen. In der ersten Halbzeit konnten die Nordrheinwestfalen ihre Chancen nicht nutzen, während Türkgücü vor dem gegnerischen Tor gar nicht auftauchte.

In der zweiten Halbzeit kam die Kayabunar-Truppe, der wohl seinen letzten Auftritt als Cheftrainer hatte, besser aus der Kabine und ging durch Andy Irving in der 56. Spielminute in Führung. Doch auch mit der Führung im Rücken kehrte keine Sicherheit in das Spiel der Gastgeber ein. „Die Mannschaft ist verunsichert. Auch mit einer Führung im Rücken ist es nicht leicht“, erklärte Kayabunar den Zustand seiner Mannschaft nach dem Spiel bei Magenta Sport. Die Verunsicherung zeigte sich bei beiden Gegentoren innerhalb von drei Minuten, durch die Verl das Spiel drehen konnte. „Die beiden Gegentore kassieren wir viel zu billig“, haderte der Interimstrainer mit dem Doppelschlag.

„Im neuen Jahr werden wir mit voller Kraft angreifen.“

Eric Hottmann schickt eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Türkgücü steckte trotz des erneuten Rückschlages nicht auf und bewies dieses Mal Moral. „Am Ende ist es natürlich glücklich, wenn man so spät den Ausgleich erzielt“, ordnete Kayabunar den Punktgewinn ein. Für Neuzugang Hottmann war es der erste Ligatreffer im Trikot der Rot-Weißen. „Nach so langer Zeit will man es um so mehr, aber viel wichtiger war, dass wir den Punkt am Ende mitnehmen“, freute sich der Torschütze über seinen Last-Minute-Ausgleich und schickte gleich eine Kampfansage für das neue Jahr an die Konkurrenz: „Im neuen Jahr werden wir mit voller Kraft wieder angreifen.“

Mit welchem Trainer Türkgücü den Klassenerhalt im neuen Jahr anstreben wird, steht dabei noch in den Sternen. Sicher ist nur eins: Für Alper Kayabunar dürfte das Spiel gegen Verl das letzte an der Seitenlinie gewesen sein, ihm fehlt die nötige Fußballlehrer-Lizenz. Der Drittligist steht sowieso schon unter Zugzwang bei der Trainersuche, da der Verein in der vergangenen Woche schon die Frist des DFB* für einen neuen Trainer überschritten hatte. Türkgücü erwartet deshalb eine Strafe, sobald sie ihren neuen Trainer vorstellen. Geschäftsführer Max Kothny nahm diese aber in Kauf, um sich bei der Suche nach der besten Lösung nicht unter Druck setzen zu lassen. Interimstrainer Kayabunar beschrieb nach dem Spiel derweil schon mal das Anforderungsprofil des neuen Chef-Coaches: „Wir brauchen jetzt einen Trainer, der einen Plan hat und vorne weggeht.“ Kothny sprach nach dem Spiel davon einen Trainer zu suchen, der Erfahrung im Abstiegskampf hat. Ob dieser dann aus Deutschland oder aus dem Ausland kommt, spielt laut dem Geschäftsführer keine Rolle. Des weiteren gab sich der 25-Jährige optimistisch, den neuen Trainer in den nächsten Tagen vorzustellen. (Korbinian Kothny) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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