Linienrichter rettet SCF

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Christian Rodenwald und der SCF konnten wieder keinen Sieg einfahren.

SC Fürstenfeldbruck - Zwei Punkte verschenkt – so lautet das nüchterne Fazit nach dem 1:1 (1:0)-Heimremis des SC Fürstenfeldbruck gegen Dinkelsbühl. Doch es hätte auch eine Niederlage werden können – wenn Schiedsrichter- Assistent Peter Martin nicht gewesen wäre.

Schock, Unverständnis, Entsetzen – diese Gefühle spiegelten sich nach einer guten Stunde im Gesicht von Florian Baier. Schiri Paul Birkmeir hatte beim Stand von 1:0 für den SCF gerade auf den Elfmeterpunkt gezeigt und Brucks Abwehrroutinier die Ampelkarte unter die Nase gehalten. Baier war im Strafraum aus kurzer Distanz von einem Dinkelsbühler Angreifer am Oberarm angeschossen worden – ohne Chance, dem Ball auszuweichen. Doch statt Strafstoß und Unterzahl kam alles ganz anders. Birkmeirs Assistent lief zu seinem Chef aufs Feld und erklärte: Kein absichtliches Handspiel. Kein Strafstoß. Keine Ampelkarte. Und tatsächlich nahm Birkmeir seine Entscheidung zurück. „Respekt vor soviel Courage, die Situation richtig zu stellen“, lobte SCF-Trainer Tarik Sarisakal den Mann an der Linie.

Zwar fiel später trotzdem noch das 1:1. Ob der SCF aber bei drückender Hitze in Unterzahl zumindest diesen einen Punkt geholt hätte, darf zumindest bezweifelt werden. Mit dem Zähler kann der SCF trotzdem nicht zufrieden sein. Wie schon unter der Woche bei der Niederlage in Durach versäumten es die Brucker, den Sack zuzumachen. Es waren die gleichen Symptome wie im Allgäu: Fehlende Konsequenz vor dem Tor. „Die Spielzüge waren da, aber der letzte Pass war immer einen Tick zu ungenau“, ärgerte sich Sarisakal. Unzählige Male hatten Nickoy Ricter, Ugur Alkan oder Karol Kopec ein Zuspiel knapp verpasst oder sich das Leder selbst zu weit vorgelegt.

Lediglich einmal war die nötige Präzision da, als Kopec von Uli Fries mit einem Traumpass freigespielt wurde und der Pole zur Führung einnetzte. „Wenn dann das zweite Tor nicht fällt, wächst der Druck“, analysierte Sarisakal. Und so kam es auch. Nachdem der SCF eine gute Stunde lang das Spiel fast nach Belieben kontrolliert hatte, fanden plötzlich die Dinkelsbühler in die Partie und schnürten die Hausherren im eigenen Strafraum ein. Und prompt kamen sie nach Abstimmungsproblemen in der Hintermannschaft auch zum Ausgleich.

Eine Hereingabe flog quer durch den Strafraum, kein Brucker fühlte sich zuständig. Auch der ansonsten starke Torhüter Felix Thiel, dessen Vater Norbert nach der Sperre von Stammkeeper Lukas Welzmüllers als Ersatzmann auf der Bank Platz nahm, griff vorbei. So musste Tim Müller nur noch den Kopf hinhalten. Sarisakal fand trotzdem auch positive Punkte: „Die Laufbereitschaft war da, die Abstimmung wird immer besser.

Quelle: fussball-vorort.de

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