Holzkirchen zu Gast in Farchet

Live-Ticker: BCF oder Geretsried - wer ist der König im Landkreis?

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Auf Augenhöhe begegneten sich die Fußballer des BCF Wolfratshausen um Aleks Spehar (re.) und Sebastian Schrills Geretsrieder beim 1:1 im Hinspiel. Auch im Derby an diesem Samstag gibt es keinen Favoriten. 

Das Landkreis-Derby steht bevor für den BCF Wolfratshausen, wenn der TuS Geretsried am Samstag zu Gast in Farchet ist. 

Wolfratshausen/Geretsried – Die fußballerische Vorherrschaft im Landkreis steht mal wieder auf dem Prüfstand. Mit einem seiner seltenen Heimsiege könnte der BCF Wolfratshausen in der Tabelle am ursprünglich höher gehandelten TuS Geretsried (Sa., 14 Uhr, Isar-Loisach-Stadion) vorbeiziehen.

Die Achterbahnfahrten von Fußballteams während einer Saison sind schon eine spannende Sache. Anfangs schien es, als würden sich die Farcheter unvermittelt für die Bezirksliga bewerben. Inzwischen hat sich das Team aber stabilisiert. Die Abstiegsgefahr ist beileibe nicht gebannt, doch zeugen die letzten acht Partien mit nur einer Niederlage von einer verbesserten Konkurrenzfähigkeit. Lediglich „zu wenige Siege“ muss Trainer Philipp Bönig immer wieder einräumen. Der BCF ist der wahrhaftige Remis-Spezialist der Landesliga Südwest: Sieben Partien endeten bislang ohne Sieger.

Zwei weniger waren es bei den Geretsriedern, und auch sonst fällt das Fazit ähnlich wie beim Konkurrenten aus. Florian Beham sieht seine Mannen von den Punkten im „Hintertreffen“. Etliche Begegnungen seien überlegen gestaltet worden, wurden aber aufgrund von „individuellen Fehlern“ nicht gewonnen. „Eigentlich haben wir zehn Punkte zu wenig“, sagt der TuS-Coach. Über die Favoritenrolle an diesem Samstag braucht man sich heute gar nicht erst zu streiten. Beham spricht von einem „Derby auf Augenhöhe“. Und das wäre auch so, wenn der BCF Letzter der Tabelle wäre. Vielmehr gehe es „noch mehr“ um Grundtugenden als sonst ohnehin schon. Es werde mutmaßlich die Mannschaft mit mehr „Leidenschaft, Laufbereitschaft und Wille“ gewinnen. „Das zeigt dann auch die Einstellung zu diesem Sport“, stellt Beham klar.

Was dem Geretsrieder Trainer freilich weniger schmeckt, ist das halbe Dutzend an Ausfällen. Darunter absolute Stammkräfte wie Keeper Kai Fritz oder Verteidiger Lukas Kellner. Die Schwierigkeit auf dem Platz sei hingegen, den BCF als Kollektiv richtig analysieren. Anders als viele Konkurrenten müsse man nicht ein bis zwei Schlüsselspieler kaltstellen, „sondern sie treten als Mannschaft auf“. Hierbei gelte es, mannschaftlich „extrem diszipliniert“ zu agieren.

Beim BCF indes ist man heiß auf das Rückspiel gegen den TuS. „Alle freuen sich auf dieses Derby“, bestätigt Coach Bönig. Trotz der ureigenen Geschichten eines Spiels mit derart viel Lokalkolorit, wollen er und sein Team den „lang ersehnten“ Heimsieg landen.

Gewiss: Geretsried stelle eine „sehr erfahrene Mannschaft“, gegen die man bereits beim 1:1 im Hinspiel „schwer durchgekommen“ sei. Und durch Torjäger Srdjan Ivkovic seien die Gäste natürlich sehr gefährlich im Spiel nach vorne. „Aber wir machen es inzwischen selbst jedem Gegner schwer“, streicht Bönig die gewachsene Stabiltät seiner Eleven heraus. Anders als der TuS treten die Wolfratshauser mit dicker Personaldecke an. Einzig Wilson Onyemaeke ist noch verletzt; Florian Shalaj und Anto Bonic mussten wegen einer Erkältung mit dem Training pausieren.

BCF Wolfratshausen

Radic – Gobitaka, Hummel, Spehar, Keskin, Potanza, Bonic, Kurija, Kaygisiz, Lehr, Zander; Klinkmüller, Reitel, Shalaj, Kantar, Mittermeier, Cakir, Tokdemir, Schnabel.

TuS Geretsried

Unch, Rosina, Herberth, T.Karpovzidis, N.Karpovzidis, Kikuchi, Rauch, Fister, Buchmeier, Schrills, Ivkovic – Voss, Saibou, Doqai, Thiess, Latanskj, Baumgartner.

Schiedrichter: Paul Birkmeir (SC Rohrenfels).

Oliver Rabuser

Quelle: Merkur.de

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