Kündigung des Kooperationsvertrags mit Ismaik: So hat 1860 hat entschieden

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Aufsteiger ohne Chance

Löwen-Standards schocken die Pipinsrieder

Klares Textilvergehen: Münchens Aaron Berzel kann den pfeilschnellen Kasim Rabihic nur durch ein Foul bremsen. Foto: Oliver Rabuser

„Ois Giasing“. Der Trinkspruch der Löwen-Fans galt am Freitagabend nur der Heimelf. Für den FC Pipinsried endete die Dienstreise in Münchens emotionalstes Fußball-Viertel nicht auf Augenhöhe, sondern mit Alltagsphysik. Der FCP war beim 0:3 (0:2) gegen den starken TSV 1860 München chancenlos.

Am Ende war das Resultat Nebensache. Grund, den Kopf hängen zu lassen, hatte der Gast nicht, es war für alle Beteiligten, wie FCP-Sportleiter Roman Plesche es formulierte, ein unvergessliches Erlebnis. „Wir wollen guten Fußball spielen“, meinte Plesche beim Weg aus den Katakomben in den Innenbereich des Grünwalder Stadions. Was gar nicht so einfach war, denn er wurde beim Gang ins Freie hautnah von einer TV-Reporterin begleitet, die alles mögliche von ihm wissen wollte.

Und kaum hatte Plesche auf der Bank Platz genommen, da sprangen neben und hinter ihm die Leute auch schon wieder in die Höhe. Nach nicht einmal 70 Sekunden hatten die Löwen zum ersten Mal zugebissen, das frühe 1:0 durch Nicolas Andermatt nach einem Eckball passte den Hausherren bestens ins Konzept. Die Löwen-Fans gerieten also früh in Ekstase. Ganz wollten die rund 500 Gästefans der heimischen Übermacht das Feld aber auch nicht überlassen. Als Giesing den Wechselgesang „Teeee Essss Vauuuu“ aus 12?000 Kehlen und zwei gegenüberliegenden Tribünen anstimmten, schickten einige Pipinsrieder Anhänger ein zaghaftes „FC Piiiii“ in Richtung Spielfeld.

Nach Grassows unglücklichem Eigentor zum 0:2 (32.) antworteten die Pipinsrieder mit wütenden Gegenangriffen. Erst scheiterte Christoph Burkhard mit einem Distanzsschuss an Keeper Marco Hiller, nach der folgenden Ecke verfehlte Philip Grahammer per Kopf das Ziel ebenfalls nur knapp.

Die ohne den gelbgesperten Spielertrainer Fabian Hürzeler und dem in Sansibar flitternden Kapitän Thomas Berger angetretenen Pipinsrieder waren bemüht, doch gegen die von Trainer Daniel Bierofka glänzend eingestellten Löwen war es schwer, Erfolg versprechende Angriffe zu inszenieren.

„Wir sind in den entscheidenden Szenen einen Schritt zu langsam“, meinte FCP-Manager Roman Plesche nach dem 3:0 durch Nicholas Helmbrecht. „Ärgerlich, dass die ersten zwei Tore nach Standards fielen, das hatten wir vor dem Spiel extra noch thematisiert.“

Die größte Chance der Pipinsrieder im zweiten Durchgang gab’s ebenfalls nach einem Standard. Burkhards Freistoßflanke an den zweiten Pfosten konnte von einem Löwen-Verteidiger gerade noch zur Ecke geklärt werden (87.).

FCP-Kapitän Christoph Burkhart meinte nach dem Spiel: „Der Sieg der Löwen war verdient. Wir haben in der Halbzeit gesagt: wenn wir das 1:2 machen, geht vielleicht noch etwas. Aber von den Chancen her war es sehr mau bei uns.“

FCP-Coach Fabian Hürzeler: „Ich habe dem Team im Vorfeld gesagt, dass zwei Faktoren entscheiden werden: Standards und Kulisse. Beides hat nicht funktioniert. Bei Standards hatten wir keine Zuordnung, haben schlampig verteidigt. Und vor den Fans und dem Gegner haben wir uns eingeschissen. Wir mussten nach dem 0:2 das Spiel selbst machen. Klar, dass uns das als Aufsteiger nicht liegt.“

TSV 1860 München – FC Pipinsried 3:0 TSV 1860 München: Hiller, Mauersberger, Steinhart, Berzel, Köppel, Andermatt (60. Türk), Koussou, Karger, Mölders (84. Bachschmid), Helmbrecht, Ziereis (60. Hursan) - Trainer: BierofkaFC Pipinsried: Reichlmayr, Burkhard, Grahammer (65. Lushi), Achatz, Grassow, Liebsch, Schuster, Rabihic, Tosun, Arik (76. Goia), Müller (76. Segashi) - Trainer: HürzelerSchiedsrichter: Achmüller (Würding) - Zuschauer: 12500Tore: 1:0 Andermatt (2.), 2:0 Grassow (32. Eigentor), 3:0 Karger (66.)

Quelle: fussball-vorort.de

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