Lorant schuldet der SpVgg 30 000 Euro

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Werner Lorant war als Trainer der SpVgg Unterhaching alles andere als erfolgreich: Zunächst stieg er ab, wenig später verabschiedete er sich unter einem lügnerischen Vorwand aus dem Sportpark. Foto: Robert Brouczek

Unterhaching - Werner Lorant, Ex-Trainer der SpVgg Unterhaching, ist angeblich pleite – und schuldet der SpVgg Unterhaching noch 30 000 Euro. Laut einem Bericht der tz wurde Lorants Haus plus zugehörigem Grundstück in Dorfen zwangsversteigert.

Unterhaching – Grund sind Zahlungsschwierigkeiten des 61-Jährigen. Er erhielt noch eine Gnadenfrist bis 14. Oktober, um sich über eine Umschuldung zu retten. Ansonsten geht das Haus an eine örtliche Bauträgergesellschaft, die als einziger Bieter den Zuschlag für 450 000 Euro bekam und zudem eine Hypothek über 150 000 Euro übernehmen müsste.

Gläubiger gibt es mehrere: Als erstes die Bank, bei der alleine auf das Haus eine Grundschuld von über 400 000 Euro eingetragen ist. Mit rund 300 000 Euro soll Lorant beim Finanzamt in der Kreide stehen, mit 30 000 Euro bei der SpVgg Unterhaching. Das bestätigt Norbert Hartmann, Ex-Manager des Vereins, bei dem Lorant von März bis Oktober 2007 Cheftrainer war. Hintergrund der Forderung ist der nebulöse und plötzliche Abschied Lorants.

Die Geschichte: Einen Tag vor dem Auswärtsspiel in Reutlingen erklärte Lorant damals völlig überraschend seinen Rücktritt. Er sei ausgebrannt und wolle sich in seinem Ferienhaus in Spanien erholen.

Die SpVgg willigte ein – und sah sich umgehend als Opfer einer glatten Lügengeschichte. Lorant plante vielmehr die Rückkehr in die Türkei und saß schon einen Tag nach seinem Abschied im Flugzeug, um bei Kasimpasaspor einen neuen Vertrag zu unterschreiben. Dafür war die Freigabe der SpVgg nötig – die wurde erteilt, aber vertraglich mit einer Abfindung geregelt, die Lorant zahlen sollte. Aber eben nie tat.

„An der Nase herumführen lassen wollten wir uns nicht“, erinnert sich Hartmann, „deswegen wollten wir unseren Schaden ersetzt kriegen. Das ist von ihm schriftlich zugesichert worden, darüber existiert ein Vertrag.“

Werner Lorant leistete eine kleine Anzahlung, danach kam nichts mehr. Längst versuchte die SpVgg Unterhaching mit einem Rechtsanwalt die Forderung einzuklagen, bislang vergeblich. Die Chance, nun an Geld zu kommen, steht kaum besser. Ob für die SpVgg Unterhaching als Gläubiger nach der Zwangsversteigerung überhaupt noch etwas übrigbleibt, ist fraglich.

von Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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