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Lukas Zugmaier: Ein Leben zwischen Fußball und Eishockey

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Im Fußball-Trikot: Lukas Zugmaier (in Rot) spielt für den TSV Bernbeuren.

Sportler, die sowohl Eishockey als auch Fußball spielen, sind mittlerweile rar gesät. Einer von ihnen ist der Lechbrucker Lukas Zugmaier.

Lechbruck/Bernbeuren – So eine normale Trainingswoche hat es ganz schön in sich. Fünf Mal trainiert Lukas Zugmaier – Profisportler ist er aber nicht. Der Lechbrucker ist ein seltenes Exemplar einer aussterbenden Art: ein Sportler, der sowohl Fußball als auch Eishockey spielt. Was früher für viele auf dem Land normal war, ist heute kaum noch zu bewältigen.

„Es macht mir einfach Spaß“, erläutert Zugmaier, der für den TSV Bernbeuren in der Fußball-Kreisliga aufläuft und für den ERC Lechbruck in der Eishockey-Bezirksliga dem Puck nachjagt. Der Aufwand, den es mit sich bringt, beide Sportarten zu betreiben, nimmt der Lechbrucker gerne auf sich. Unter der Woche: zwei Trainingseinheiten auf Rasen, drei auf Eis. Da überschneiden sich schon mal die Trainingszeiten. „Dann geh‘ ich eine Stunde ins Fußball und fahre anschließend direkt zum Eishockeytraining weiter“, schildert Zugmaier. Solche Termin-Kollisionen bleiben ihm aber auch am Wochenende nicht erspart.

Trainingszeiten und Spiele überschneiden sich manchmal

Speziell in der jetzigen „Übergangsphase“, wo sowohl Fußball- als auch Eishockeypartien an den Wochenenden ausgetragen werden. Sollten Eishockeybully- und Fußballanstoßzeiten mal zusammenfallen, hat für den Lechbrucker eine Sportart „eher“ Vorrang. „Wenn ein Fußballspiel ist, will ich das natürlich spielen.“ An diesem Wochenende hat der 20-Jährige Glück. Denn am vergangenen Freitag stand er für den ERC gegen den HC Maustadt auf dem Eis. An diesem Samstag ist er für die U20 aktiv, am Sonntag folgt mit dem TSV Bernbeuren das Fußballspiel in Oberweikertshofen (siehe Kasten).

Zugmaier hat im Alter von „fünf oder sechs Jahren“ mit dem Fußball- und dem Eishockeyspielen angefangen. Ganz klassisch, wie auf dem Dorf nun mal üblich. Unüblich ist dagegen, dass er seit jeher beiden Sportarten ununterbrochen treu geblieben ist – und diese als Erwachsener parallel betreibt. Zu seinem ohnehin schon dicht gedrängten Zeitplan kommt dann auch noch der Beruf – viele würden spätestens jetzt das Handtuch werfen. Lukas Zugmaier aber nicht. „Das klappt schon alles“, sagt er. Trotz seiner Tätigkeit als Elektroniker sei er derzeit arbeitstechnisch „nicht allzu stark eingebunden“. Das würde Vieles leichter machen. „Zeitaufwändig ist es aber schon“, beschreibt er.

Eishockey und Fußball: Zugmaier will „weiter Erfolge einfahren“

Dass sich nur wenige diesen Stress in der heutigen Zeit noch antun möchten, kann der 20-Jährige durchaus nachvollziehen. Für ihn kommt es trotzdem nicht in Frage, demnächst seine Fußball- oder Schlittschuhe an den Nagel zu hängen. „Ich spiel‘ einfach beides zu gern.“

Und außerdem bringt eine solche „zweiseitige Sportausbildung“ ja auch ein paar Vorteile mit sich. Als Eishockeyspieler lernt man schließlich von klein auf, seinen Körper richtig einzusetzen, um im Kampf um die Scheibe nicht den Kürzeren zu ziehen. Diese Zweikampfqualitäten sind auch auf dem Fußballfeld nicht fehl am Platz – nicht selten pfeifen die Schiedsrichter Zugmaier aber auch mal zurück.

Und wer zwei Sportarten gleichzeitig nachgeht, darf sich auch auf doppelt so viele „hitzige Derbys“ freuen. „Diese Spiele sind einfach immer was Besonderes“, schwärmt Zugmaier. Ob er ein solches Nachbarduell lieber auf Rasen oder auf Eis ausfechtet, da mag sich der Lechbrucker nicht festlegen. „Ich freu mich über beides.“ Gewiss ist für ihn dagegen, dass er „weiter Erfolge einfahren“ möchte – sowohl im Fußball als auch im Eishockey.

Max Edinger


TSV Bernbeuren spielt am Sonntag

Zwar hat der TSV Bernbeuren die vergangenen sieben Spiele in der Kreisliga 2 nicht verloren, zuletzt spielte er aber dreimal in Folge unentschieden. Der SC Oberweikertshofen II, Bernbeurens Gegner an diesem Sonntag (14.15 Uhr), hat nach einem schwachen Saisonstart eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt. Die vergangenen drei Spiele gewann der SC und schlug zum Beispiel Altenstadt (3:1). In der Tabelle bedeutet das nun Platz neun. Die Bilanz aus den vergangenen vier Aufeinandertreffen ist ausgeglichen: je ein Sieg und zwei Unentschieden stehen zu Buche.

Weiteres aus der Fußball-Kreisliga:

Denklingens Markus Ansorge trifft auf Altenstadts Schmitt: „Die Freundschaft blenden wir 90 Minuten lang aus.

TSV Peiting erwartet Kampfspiel in Maisach.

Quelle: Merkur.de

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