Was macht Ex-Coach Elfinger unter den Zuschauern?

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Grenzenloser Jubel. Der SV Heimstetten feiert den ersten Sieg seit langer Zeit.

SV Heimstetten - Der SV Heimstetten kann doch noch gewinnen: Im Kellerduell gegen Seligenporten holt der Regionalligist ein 4:1 – der erste Sieg seit der Rückkehr von Vitomir Moskovic.

Inmitten von Glückseligkeit steht ein Häufchen Trauer am Mittelkreis. Es hört auf den Namen Antonia, ist fünf Jahre alt und blickt so betrübt drein, als hätte ihr jemand das Lieblingsspielzeug stibitzt. Ausgerechnet die Trainertochter will nicht einstimmen in den Jubel – dabei hat ihr Vater Vitomir Moskovic soeben nicht nur den ersten Sieg seit seiner Rückkehr zum SV Heimstetten geholt, sondern der Regionalligaclub auch seine pechschwarze Serie von zehn erfolglosen Spielen beendet.

Der Grund für Antonias Tristesse ist 30 Meter weiter inmitten einer schwarz-roten Jubeltraube aus Spielern, Fans und Erleichterung kaum auszumachen: Dominik Schmitt, seines Zeichens Mittelfeldmann beim SVH. Mit ihm hätte Antonia so gerne eingeschlagen nach diesem 4:1 über den SV Seligenporten. Doch irgendwie hat die Fünfjährige ihren Lieblingsspieler verpasst, der nun mit den Kollegen feiert, während Antonia am Mittelkreis Trauer trägt. Keine fünf Meter entfernt steht ihr Vater umringt von Journalisten und lacht.

Ja wirklich: Vitomir Moskovic lacht. Man hatte ja fast vergessen, dass der 47-Jährige diese Kunst beherrscht, seit er als Trainer zum SVH zurückgekehrt ist. In sieben Partien hatte Moskovic nur einen mickrigen Punkt geholt, dazu kam das bittere Pokal-Aus gegen Rosenheim – und nun also ein 4:1-Sieg gegen den direkten Tabellennachbarn. „Wir waren vielleicht nicht die bessere Mannschaft – aber das ist mir wurst“, sagt Moskovic, noch immer lachend. „Heute zählen nur drei Punkte.“ Doch Moskovic wäre nicht Moskovic, wenn er zwei Sätze später nicht schon wieder die Mundwinkel fallen ließe und mahnte: „Unsere Situation hat sich durch den Sieg nicht verändert. Jetzt müssen wir in den kommenden Spielen nachlegen.“

Dabei sollten seine Kicker aus spielerischer Sicht nicht unbedingt an die Leistung aus dem Kellerduell anknüpfen, denn die ist – ebenso wie die Vorstellung des Gegners – eher dürftig. Oder wie Pressesprecher Sebastian Schröter hernach treffend formuliert: „Das war Hose voll gegen Hose voll“. Immerhin: Schon nach zwei Minuten geht der SVH durch einen herrlichen Heber von Danijel Majdancevic in Führung – übrigens unter den Augen des Moskovic- Vorgängers Rainer Elfinger, der erstmals seit seinem Rausschmiss wieder im Sportpark weilt. Dort sieht der Ex- Coach im direkten Gegenzug einen Pfostentreffer von Rico Röder, ehe sich beide Teams eine schöpferische Pause gönnen.

Das bessere zweier schwachen Teams stellen dabei die Gäste, die kurz nach dem Wechsel durch Patrick Schwesinger ausgleichen. Nun wackelt der SVH, doch der eingewechselte Marco Bläser bringt seine Elf wieder auf Kurs. Seine Flanke verwertet Majdancevic zum 2:1. Wenig später besorgt Sammy Ammari nach feiner Vorarbeit von Clemens Kubina das 3:1, ehe Dominik Schmitt per Elfmeter den Schlusspunkt setzt. Apropos Schmitt: Er trabt nach dem Abpfiff – und einer ersten Jubelrunde – schnurstracks in den Mittelkreis auf Antonia zu. Und einen Handschlag später ist auch das letzte Fünkchen Traurigkeit aus dem Sportpark verschwunden.

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Quelle: fussball-vorort.de

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