Mannschaft abgemeldet

Mammendorf beendet Frauenfußball-Ära

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Abmarsch: Etliche noch fußballwillige Mammendorferinnen wechseln zu anderen Vereinen.

2006 wurde beim SV Mammendorf die Frauenfußball-Abteilung gegründet. Nach 13 Jahren ist nun damit Schluss. Die Kreisliga-Elf hat zu wenig Aktive und wurde vom Punktspielbetrieb abgemeldet.

Mammendorf Das plötzliche Aus hat die Insider der regionalen Frauenfußball-Szene überrascht. Schließlich hatte der SV Mammendorf vor zwei Jahren sogar noch zwei Mannschaften im Spielbetrieb. „Es ist schade, dass wir diesen Weg beschreiten mussten“, erklärt Trainer Werner Kothmeier, der vom ersten Tag an mit dabei war. „Wir hatten nicht nur eine erfolgreiche Zeit, es hat vor allem auch viel Spaß gemacht.“ Aber nachdem sechs Spielerinnen zum Saisonende ihren Abschied vom aktiven Sport angekündigt hatten und sich noch ein paar Unentschlossene dazu gesellten, sahen sich die Funktionäre veranlasst, die Mannschaft abzumelden. Profitiert hat davon der SC Unterpfaffenhofen, der nachträglich nun den freien Platz in der Kreisliga erhielt.

„Mich hat die Auflösung schwer getroffen“, sagt die 30-jährige Sina Wachinger, die ebenso ihre Fußballstiefel an den Nagel hängt wie Elisa Schmitt und Natalie Peukert. Torjägerin Larissa Hurt verlegt ihren Wohnsitz nach München, andere Spielerinnen wie Stefanie Nässl, Marion Rieder und Lena Siefert wenden sich anderen Sportarten wie Tennis oder Basketball zu. Lisa Müller wird Betreuerin von Mammendorfs Männer-Reserve, Sarah Rothwinkler wechselt zum Landesligisten TSV Gilching. Auch Franziska Bosch, Christina Kieslinger, Anna-Lena Freitag, Lina Merkl und Johanna Hartmann wollen weiterhin spielen und werden sich voraussichtlich RW Überacker anschließen.

Die Frauenfußball-Abteilung des SV Mammendorf entstand 2006 am Rande des alljährlichen Pfingst-Turniers aus einer Gaudi heraus: Einige Mädels forderten damals ihre im Verein spielenden Brüder heraus. „Das hat so viel Spaß gemacht, dass sie in der Schule weitere Mitstreiterinnen suchten, um eine Mannschaft zusammen zu bekommen“, erinnert sich Kothmeier. Er und SV-Präsident Helmut Amberger machten Nägel mit Köpfen und meldeten die Mädels beim Verband an. Die Begeisterung war groß und endete auch nicht mit Beginn des Erwachsenen seins. Als Frauen-Team kletterte Mammendorf von der A-Klasse bis in die Kreisliga hinauf. „Unser Ziel war, die Bezirksliga einmal zu erreichen“, erinnert sich Kothmeier, der mit Co-Trainer Andreas Fasching für Motivation und Impulse sorgte.

Über alles stellte Kothmeier den Zusammenhalt zwischen den Männerfußballern und dem Frauenteam. „Das kam besonders beim gemeinsamen Feiern zum Ausdruck.“ Auch verfolgten die einen regelmäßig die Spiele der anderen. „Und eine hübsche Mannschaft hatten wir schließlich auch“, meint Kothmeier als dezenten Hinweis auf die im Laufe der Jahre zahlreich entstandenen Freundschaften.

Quelle: Merkur.de

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