Neuzugang mit Lazio-Vergangenheit

Und ein Mann, der bei Lazio Rom lernte

Bereit für die zweite Regionalliga-Spielzeit. Der SV Heimstetten mit hinten v.l.: Florian Rudy, Rafael Mayer, Hugo Lopes, Lukas Riglewski, Valentin De la Motte, Sebastian Paul, Anton Siedlitzki, Steven Toy, Daniel Steimel; Mitte v.l.: Sebastian Schröter (Presse), Norbert Breitschaft (Technischer Leiter), Stephan Rehme (Doping Beauftragter), Alexander Zink (Teamkoordinator), Hannelore Weiß (Betreuerin), Maria Hübner (Physiotherapeutin), Robert Glatzel, Marco Bläser, Josef Welzmülller, Fabian Lüders, Quirin Löppert, Marcel Ebeling, Rainer Elfinger (Trainer), Dominik Schmitt (Co-Trainer), Norbert Obermeier (Co-Trainer), Nenad Pavlovic (Torwart-Trainer), Ewald J. Matejka (Präsident), Michael Matejka (Abteilungsleiter); vorne v.l.: Alexander Schneider, Gianluca Simari, Bernd Häfele, Patrick Lehner, Igor Pintar, Marijan Krasnic, Christoph Schmitt, Memis Ünver, Sebastian Kneißl. Foto: SVH

SV Heimstetten - Nach einer starken ersten Regionalligasaison mit Platz fünf startet der SV Heimstetten morgen in die neue Spielzeit. Im Heimspiel gegen den FC Bayern II dürfen sich die Fans auf einige frische Gesichter freuen - inklusive eines Last-Minute-Zugangs.

von Patrik Stäbler

Die Kaderplanung ist eigentlich schon abgeschlossen gewesen beim SV Heimstetten - da hat der einzig verbliebene Regionalligist im Landkreis doch noch einen dicken Fisch an Land gezogen. Oder genauer gesagt: Er ist von selbst ins SVH-Netz geschwommen. Denn Marcello Fiorentini, zuletzt beim Ligarivalen Viktoria Aschaffenburg aktiv, habe aus privaten Gründen nach München ziehen wollen, berichtet Heimstettens Abteilungsleiter Michael Matejka. Und so wurde der 32-jährige Italiener beim SVH vorstellig und in dieser Woche verpflichtet - sehr zur Freude von Trainer Rainer Elfinger: „Er hat in der Jugend bei Lazio Rom gespielt und ist ein kompletter Spieler. Schon im ersten Training hat er gezeigt, dass er Verantwortung übernehmen will.“

Fiorentini gegen den FCB schon im Aufgebot?

Entsprechend könnte der Mittelfeldmann schon am Samstag das SVH-Dress tragen, wenn sein neuer Club um 14 Uhr den FC Bayern II zum Saisonauftakt empfängt. Das Spiel hätte eigentlich im Grünwalderstadion stattfinden sollen, doch weil dort noch renoviert wird, haben die Vereine kurzerhand das Heimrecht getauscht. Nun steigt das Spitzenspiel des Vizemeisters aus München gegen den Fünften der vergangenen Saison also im Sportpark - und für Elfinger sind die Vorzeichen klar: „Bayern ist die beste Mannschaft der Liga und Topfavorit auf den Aufstieg.“ Für seine Elf hingegen gehe es trotz der starken Vorsaison um den Klassenerhalt. Denn: „Das zweite Jahr ist oft das Schwerste.“ Dennoch rechnet sich der Coach gegen den FCB durchaus Chancen aus: „Wenn wir kompakt stehen und die Passwege zumachen, dann ist ein Punkt oder vielleicht sogar ein Sieg möglich.“

"In der Breite besser aufgestellt"

Denn auch der Trainer weiß: Seine Mannschaft ist trotz des Abschieds von Torschützenkönig Andreas Neumeyer wohl eher stärker geworden. „Vor allem in der Breite sind wir besser aufgestellt“, sagt Elfinger. „Praktisch auf jeder Position habe ich jetzt Alternativen.“ Dieser Konkurrenzkampf berge jedoch auch Gefahren: „Es wird sicher schwierig, alle bei Laune zu halten“, vermutet Elfinger, der im Hauptberuf Rektor der Mittelschule Markt Schwaben ist und dessen pädagogisches Geschick diese Saison besonders gefragt sein dürfte. Zumal einige Neuzugänge wie Marcel Ebeling oder Berkant Göktan nicht gerade als pflegeleicht gelten.

Das einstige Wunderkind beim FC Bayern und Publikumsliebling bei 1860 München ist aus privaten Gründen erst vor ein paar Tagen zur Mannschaft gestoßen. „Er muss jetzt zunächst mal fit werden“, fordert Elfinger. Heißt: Gegen seinen Ex-Club wird Göktan am Samstag wohl noch nicht auflaufen.

Doch auch ohne den 32-Jährigen hat der Trainer im Sturm die Qual der Wahl. Neben Routinier Marco Bläser hoffen auch Ebeling und Ex-Löwe Robert Glatzel auf einen Stammplatz. Die Nase vorne habe momentan jedoch Florian Rudy, verrät Elfinger. Der Bruder von Profi-Kicker Sebastian Rudy (TSG Hoffenheim) war vergangene Saison von der SpVgg Unterhaching ausgeliehen und hat nun mit dem SVH eine Vereinbarung getroffen. Demnach spielt der 24-Jährige vorerst weiter für Heimstetten, kann jedoch im Falle eines Angebots von einem höherklassigen Club noch bis zum 31. August wechseln.

Der Kader:

Tor: Patrick Lehner, Marijan Krasnic, Igor Pintar.

Abwehr: Roman Langer, Quirin Löppert, Rafael Mayer, Sebastian Paul, Alexander Schneider, Fabian Lüders,.

Mittelfeld: Valentin De la Motte, Bernd Häfele, Sebastian Kneißl, Hugo Lopes, Christoph Schmitt, Dominik Schmitt, Anton Siedlitzki, Gianluca Simari, Daniel Steimel, Steven Toy, Memis Ünver, Marcello Fiorentini.

Angriff: Marco Bläser, Florian Rudy, Marcel Ebeling, Robert Glatzel, Berkant Göktan, Lukas Riglewski, Josef Welzmüller.

Trainer: Rainer Elfinger; Co-Trainer Dominik Schmitt (wie bisher).

Zugänge: Ebeling (SV Seligenporten), Fiorentini (Viktoria Aschaffenburg), Glatzel (1860 München), Göktan (vereinslos), Häfele (FC Aschheim), Kneißl (1. FC Schweinfurt), Lüders (1860 München), Pintar (FC Unterföhring), Riglewski (SVH U23).

Abgänge: Ibrahim Aydemir (SVH U23), Lennart Hasenbeck (pausiert), Alexander Heep (Jahn Regensburg II), Daniel Heigermoser (pausiert), Ali Kartal, Steven Eberle (beide FC Ismaning), Mamadi Keita (unbekannt), Georg Münch (Kirchheimer SC), Andreas Neumeyer (TSV 1860), Christopher Oretan (Karriereende).

Quelle: fussball-vorort.de

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