Nach längerer Anlaufphase

Mann für die wichtigen Tore: Christoph Dinkelbach startet voll durch

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Anteil am Erfolg des SV Pullach hat Christoph Dinkelbach (r.), der in der laufenden Saison schon acht Tore für den Spitzenreiter der Bayernliga Süd erzielt hat.

Pullach – Seit sage und schreibe 19 Partien ist der SV Pullach in der Bayernliga Süd ungeschlagen. Nach schwachem Start haben die Raben dank dieser famosen Serie mit 14 Siegen und fünf Unentschieden mittlerweile die Tabellenführung übernommen.

Es gibt sicher einige Faktoren für diesen Aufwind. Die nachträgliche Verpflichtung von Ömer Kanca, Menelik Ngu’Ewodo und vor allem Torwart Michael Hofmann wurde in diesem Zusammenhang schon öfter genannt. Es gibt aber noch einen August- Neuzugang, der wesentlich zur Stabilisierung des SVP beigetragen hat: Christoph Dinkelbach. Der Mittelfeldspieler kam allerdings nicht in dieser Saison, sondern schon im August 2013 an die Gistlstraße.

Geholt hat ihn noch Carsten Teschke, Vorgänger des aktuellen Trainers Frank Schmöller. Dinkelbach war damals ein ausgesprochen spektakulärer Bayernliga-Transfer, hatte er doch einige Wochen zuvor als Stammspieler mit der U23 des TSV 1860 München ans Tor zur 3. Liga geklopft. Doch ein später Gegentreffer des SV Elversberg beim 1:1 vor 14 500 Zuschauern in der Allianz-Arena ließ diese Träume nach der 2:3-Hinspielniederlage platzen wie eine Seifenblase. Dinkelbach beschloss daraufhin, ein Studium Lehramt Gymnasium für die Fächer Englisch, Wirtschaft und Sport zu beginnen. Diese Neuorientierung war die Basis dafür, dass das intensive Werben der Pullacher Erfolg hatte. Seither ist Dinkelbach, der bei den Löwen zumeist verteidigen musste, Stammspieler im zentralen Mittelfeld als Schaltstelle zwischen Defensive und Offensive. 20 Einsätze mit zwei Toren bestritt in der ersten, 33 mit drei Treffern in seiner zweiten Saison.

Schmöller über Dinkelbach: „Er weiß gar nicht, wie gut er ist.“

Trotzdem zeigt sich derzeit, dass er sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat. 25 von 26 Spielen hat er in der laufenden Spielzeit bestritten, traf schon achtmal, dreimal alleine nach der Winterpause: Gegen den FC Unterföhring machte er mit dem 3:1 den Deckel drauf, beim TSV Landsberg sicherte er mit dem 2:2 das Remis, mit dem 1:0 gegen den TSV 1865 Dachau leitete er den 2:0-Sieg ein. Beim 1:1 in Kirchanschöring, vor zwei Tagen, profitierte zudem Torschütze Tim Sulmer von einem abgefälschten Dinkelbach-Schuss. „Er hat längere Zeit gebraucht, aber jetzt hat er sich gefangen. Zur Zeit ist er richtig gut drauf“, schwärmt SVPManager Theo Liedl von dem 24-Jährigen.

Und auch Schmöller ist voll des Lobes über den gebürtigen Burghausener: „Ein richtig guter Fußballer, stark im Zweikampf, er hat den Körper und die Dynamik. Wir wissen, was wir an ihm haben und sind dankbar, dass er hier ist.“ Doch der Trainer lässt durchblicken, dass er sich künftig sogar noch mehr von Dinkelbach erwartet, den er als „bescheiden“ und „Typ braver Schwiegersohn“ charakterisiert: „Er ist auf einem richtig guten Weg, muss nur noch mental besser werden. Er weiß gar nicht, wie gut er ist.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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