SpVgg-Präsident blickt in die Zukunft

Manni Schwabl: Das sind seine Pläne mit Haching

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Während sich die Unterhachinger Spieler seit Montag auf die Frühjahrsrunde vorbereiten und auf dem Platz schuften, suchen n Präsident Manfred Schwabl und Trainer Claus Schromm (li.) nach Wegen in eine bessere Zukunft

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching hat die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte in Angriff genommen. Sportlich ist mit Platz vier alles im Lot. Die großen Baustellen warten 2016 abseits des Platzes, wie Präsident Manfred Schwabl verdeutlicht.

Was das sportliche Abschneiden betrifft, ist man nach der bisherigen Teilsaison zufrieden. Platz vier nach 21 absolvierten und noch 13 ausstehenden Partien in der Regionalliga Bayern übertreffen die Erwartungen, die vor der Saison angesichts des Komplettumbruchs auf niedrigem Niveau pendelten. Auch wenn der Rückstand auf Platz eins acht Punkte beträgt – könnte man da vielleicht doch noch nach oben schielen? „Nein“, sagt der Präsident. „Unser Ziel bleibt ein einstelliger Tabellenplatz. Und darüber hinaus, die Mannschaft weiterzuentwickeln.“

Diese Entwicklung hat vor allem mit dem vorhandenen Personal zu tun, weniger mit der sonst üblichen Suche nach hochkarätigen Neuzugängen. Zur Winterpause gibt es keine Neuen, auch für die nächste Spielzeit bleibt man zurückhaltend. Wenn eine Schwachstelle ausgemacht ist, dann der Angriff. „Wenn, dann müssten wir im Sturm was machen“, unterstreicht Schwabl und sieht sich mit Blick auf die Tabelle bestätigt: „Wir haben die beste Abwehr, aber vorne ist die Ausbeute eher schwach. Wir spielen uns viele Chancen raus, machen aber zu wenig Tore.“ 32 Stück waren das in den 21 Saisonspielen – das ist nur die siebtbeste Ausbeute. 18 Gegentreffer sind dagegen Ligaspitze.

Höhere Dringlichkeit besteht bei der SpVgg abseits des Platzes. Es verspricht ein spannendes Frühjahr mit womöglich einschneidenden Änderungen zu werden. Alles mit dem Ziel, endlich das ständige Zittern um die Lizenz zu beenden und finanziell auf gesünderen Füßen zu stehen. Die Ausgliederung der ersten Mannschaft ist geplant, ein alternativloses Modell, um wieder nach oben zu kommen, da ist sich die aktuelle Führung sicher.

Ein neues Team wird deshalb für das Präsidium gesucht. Das wird sich bei der Jahreshauptversammlung zur Wahl stellen, die immer wieder verschoben wurde und nun Ende Februar stattfinden soll. „Eine Vierer- oder Fünfergruppe“ wird wohl antreten, um die SpVgg neu aufzustellen, kündigt Schwabl an. Auch er selbst könnte dem Team angehören, dann aber eine Beschränkung seiner Tätigkeit auf den sportlichen Bereich anstreben. Ein „strategischer Partner“ soll zudem mit ins Boot, die Suche läuft. Und der muss passen. „Wir haben schon ein paar mal Nein gesagt“, betont der Präsident.

Die Mitglieder sollen sich das neue Modell erst einmal anhören und die zugehörigen Pläne und Personen bewerten. Dann könnte bei einer außerordentlichen Versammlung die Ausgliederung beschlossen werden, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Eine Großbaustelle, keine Frage. „Aber“, so Schwabl, „dieses Jahr haben uns der DFB-Pokal und der Weiterverkauf von Florian Niederlechner von Heidenheim nach Mainz gerettet. Das werden wir nicht jedes Jahr haben.“

Die SpVgg Unterhaching möchte auf neuen Wegen die finanzielle Dauerkrise endlich hinter sich lassen – es wird interessant, ob die Vereinsmitglieder diesem Plan folgen.

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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