Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

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Schwabl von Aktion überrascht

Mit "Manni!"-Shirts zum Derbysieg gegen Bayern

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Diese Shirts mit dem Konterfei von Manni Schwabl haben die Hachinger Spieler beim Einmarsch ins Stadion getragen.

SpVgg Unterhaching - Nach einer kurzen Stotterphase zum Start ist der Motor der SpVgg Unterhaching im ersten Heimspiel des Jahres gleich richtig angesprungen. Gegen den FC Bayern München II feierte das Team von Trainer Claus Schromm am Freitagabend vor 2500 Zuschauern einen deutlichen 4:1-Erfolg.

Lange drei Monate hatten die Hachinger auf ihren nächsten Auftritt im Sportpark warten müssen. Seinerzeit sorgte die Pokal-Euphorie gegen Bundesligist Leverkusen für einen heißen Wintertag. Am Freitagabend, kurz vor Beginn des Frühlings, blieb es auf dem Rasen zunächst wenig erwärmend für die SpVgg. Das Spiel schien an den Gastgebern vorbeizulaufen. Passend dazu leistete sich der ziemlich übermotivierte Thomas Steinherr im Strafraum einen dummen Schubser, der zum frühen Elfmeter für die Bayern führte. Auch passend: Torhüter Stefan Marinovic war fast dran – aber eben nur fast. Weihrauch traf nach nur 16 Minuten zum 0:1. Der Abend drohte frostig zu werden.

Aber: Das Unterhachinger Feuer erwachte nach einer knapp halbstündigen Aufwärmphase. Siegharts Schuss ging noch daneben (24.), nach Steinherrs Hereingabe war ein Abwehrbein der Bayern im Weg (28.). Eine Minute später spitzelte Taffertshofer den Ball aus zwei Metern an den Pfosten, Dombrowkas Nachschuss wurde zum Eckball abgefälscht. Aus dem entstand das 1:1: Nicu knallte aus 16 Metern volley drauf, drin das Ding, und die Partie gekippt.

„Spätestens mit dem 1:1 sind wir aufgewacht und haben unsere Stärken ausgespielt. Mit soviel Leidenschaft kann man die Bayern schlagen“, analysierte Torschütze Nicu später.

In der Folge hatten die Gäste wenig bis nichts mehr entgegenzusetzen und die schwachen Momente auf ihrer Seite. Den ersten bereits drei Minuten nach dem Ausgleich, als Keeper Rößl über den Ball schlug und Sieghart mit dem 2:1 Danke sagte. Zwischen den Treffern hatte Bigalke eine tolle Chance verstolpert, noch vor der Pause scheiterte Lux aus aus spitzem Winkel (42.).

Die Leistung der Münchner war im zweiten Durchgang nicht mehr als eine Farce. Lux wurde auf seinem Alleingang Richtung Tor noch gestoppt (52.), nach dem Platzverweis gegen den Ex-Hachinger Feldhahn (58.) brachen bei Bayern aber alle Dämme. Bigalke und Winkler erhöhten jeweils freistehend auf 4:1. Und der Abend wurde für die Gäste noch düsterer. Als Strohmeier nach 77 Minuten mit einer Kopfverletzung vom Platz getragen wurde, hatte Bayern dummerweise sein Wechselkontingent schon erschöpft. Die letzten 13 Minuten ging es aus Münchner Sicht in zwei Mann Unterzahl weiter und nur noch um Schadensbegrenzung. Die gelang immerhin, es blieb beim 4:1. Die Hachinger Fans sangen „Derbysieger“, die Bayern schlichen reichlich unterkühlt in ihre Kabine.

Neben der sportlichen Hochglanz-Visitenkarte gegen den maßlos enttäuschenden Aufstiegsaspiranten gaben die Hachinger Spieler am Freitag übrigens auch ein Statement für ihren in der Kritik stehenden Präsidenten ab. Beim Einlaufen vor dem Anpfiff trugen alle Akteure ein T-Shirt mit dem Konterfei von Manfred Schwabl und der Aufschrift „MANNI!“. Kleiner Aufwand, große Botschaft. Die Aktion vor dem Anpfiff kam für alle überraschend – auch für den Boss selbst.

Den Live-Ticker zum Nachlesen gibt's hier.

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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