Sprung in Regionalliga Bayern:

Marco Bläser wird auf seine alten Tage fleißig

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Vor dieser Saison wagte Marco Bläser den eminent großen Schritt aus der Bezirksliga vom TSV 1865 Dachau in die Regionalliga zum SV Heimstetten.

SV Heimstetten - „Zu faul“ sei er gewesen, erklärt Marco Bläser, hätte „das Leben genossen, vielleicht etwas zu viel“. Jugendsünden. Mit nun 31 Lenzen ist der Torjäger erwachsen geworden.

Vor dieser Saison wagte er den eminent großen Schritt aus der Bezirksliga vom TSV 1865 Dachau in die Regionalliga zum SV Heimstetten. In diesem Alter eigentlich ausgeschlossen, so einen Sprung auf Anhieb zu bewältigen. Doch Bläser offenbart keinerlei Anpassungsprobleme. Im Gegenteil. Am Samstag bekam er es etwa mit dem gleichaltrigen Stefan Buck zu tun, der bis vor zwei Monaten noch sage und schreibe sechs (!) Ligen höher beim TSV 1860 aktiv war.

Buck? "Mir ist egal, wer da steht"

„Mir ist egal, wer da steht, mehr als verlieren kannst du eh nicht“, erläutert er erstaunlich nüchtern und zutreffend. Mit seiner Vorarbeit zu Gianni Simaris Führungstreffer bestätigte der 1,90-Meter-Hüne die guten Eindrücke aus den ersten beiden Partien. Fast von selbst versteht sich dabei, dass er das erste der bislang zwei Heimstettener Saisontore auf seinem Konto verbuchen konnte. Selbstverständlich gehe es in der Regionalliga schneller zu, berichtet Bläser, auch körperlich werde robuster zur Sache gegangen, „in der Bezirksliga kannst du dich schon auch mal kurz ausruhen, das geht hier nicht mehr“.

Die Umstellung aber bereite ihm keinerlei Probleme, sagt Bläser, da er „super aufgenommen“ worden sei, vom „guten Teamgeist“ profitiere und mit Andreas Neumeyer (27, kehrte vor der Saison vom SC Fürstenfeldbruck zurück) einen kongenialen Sturmpartner an seiner Seite weiß, mit er sich schon jetzt „fast blind versteht“. Zwar wird der abgebrühte Torjäger, der selbst einräumt, „eigentlich in jedem Spiel ein Kandidat für eine Gelbe Karte“ zu sein, seine beeindruckende Torquote von 50 Toren in den beiden letzten Spielzeiten kaum halten können, eine Verstärkung ist er dennoch ohne jeden Zweifel. Und das auf Anhieb. „Zu faul“ jedenfalls war gestern.

Von Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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