BCF kann im Kellerduell mit 3:2 gewinnen

Marian Knecht: Dreierpack gegen Ismaning

Der Mann des Tages im grünen Trikot: Marian Knecht (Mi.) erzielte beim 3:2-Sieg des BCF Wolfratshausen in Ismaning alle drei Tore, darunter den Siegtreffer in der Nachspielzeit. FOTO: HANS LIPPERT

Dem BCF Wolfratshausen ist ein Befreiungsschlag gelungen: In der Nachspielzeit fixierten die personell gebeutelten Farcheter den 3:2-Erfolg beim FC Ismaning.

Ismaning/Wolfratshausen – Die Erwartungen und tatsächliche Ereignisse standen zueinander im Kontrast: Im Vorfeld des Kellerduells konnte BCF-Trainer Marco Stier nur wenige Argumente vorbringen, warum seine Notelf in Ismaning als Sieger vom Platz gehen sollte. Allenfalls die Hoffnung auf ein Aufbäumen seines Minikaders führte Stier ins Feld. Der BCF-Coach sprach zuletzt oft von „dreckigen Toren“ oder gar zu unrecht aberkannten Treffern des Gegners. Dieses Mal jedoch begünstigte Fortuna die Farcheter Kicker. Mit einem Zähler wäre Stier in Ismaning ob der geringen Anzahl verfügbarer Kicker zufrieden gewesen. Als es praktisch mit dem Schlusspfiff gar ein Dreier wurde, fehlten dem Cheftrainer schier die Worte: „Der Sieg ist richtig wichtig gewesen. Meine Mannschaft hat auch bärenstark gekämpft.“ Außerdem hatten die Farcheter Marian Knecht in ihren Reihen. Der 25-Jährige kommt als Vollstrecker immer besser in Fahrt, traf zehn Mal in den letzten fünf Partien. Ärgerlich ist allenfalls, dass Knecht zwischen seinen Torerfolgen immer noch eine stattliche Anzahl an Hochkarätern liegen lässt. „Würde er konsequenter abschließen, hätte er locker schon 25 Tore gemacht“, ist Stier überzeugt.

Auch in Ismaning zeigte der Stürmer wieder seine zwei Gesichter: das jubelnde und das verzweifelte. Doch solange der BCF beim Schlusspfiff einen Treffer mehr auf der Anzeigetafel verbucht, sind die Fehlschüsse Nebensache. Denn als Knecht gebraucht wurde, war er da. Sowohl beim zweimaligen Ausgleich, den Jona Lehr einmal alleine, beim zweiten Mal im Duett mit Basti Schnabel initiierte, als auch beim späten Siegtreffer. Voraus ging diesem der Fauxpas eines Ismaningers, der beim Rückpass Knecht übersehen hatte. Der BCF-Stürmer legte sich den Ball eigentlich zu weit vor, FC-Tormann Sebastian Fritz klärte gegen das Schienbein des Triple-Schützen, die Hausherren versuchten auf der Linie zu klären und auch der Pfosten war mit im Spiel, ehe der Ball über die Linie trudelte.

Eindeutig hingegen war Stiers Aussage zum Platzverweis von Vincenzo Potenza. Wiederholt ließ sich der Defensiv-Routinier zu Kommentaren hinreißen, auch als FC-Kicker Manuel Ring nach böser Grätsche gegen Lehr des Feldes verwiesen wurde. „Hätten wir verloren, dann hätte ich ihn an die Wand genagelt“, verurteilte der Trainer Potenzas dritte knallrote Karte. Zumindest diese Dummheit wurde nicht bestraft. Die von Ismanings Coach Rainer Elfinger angeprangerten Tätlichkeiten fanden laut Stier nicht statt. Adam Puta traf seinen Gegenspieler unabsichtlich beim Abschirmen des Balles nahe der Eckfahne. Und Chafi Gobitake rasselte schlicht mit seinem Gegenspieler zusammen, als beide zeitgleich zum Ball gingen.

FC Ismaning – BCF Wolfratshsn. 2:3 (2:2)

Tore: 1:0 (18.) Siebald, 1:1 (30.) Knecht, 2:1 (41.) Ring, 2:1 (43.) Knecht, 2:3 (90 +1) Knecht.

Schiedsrichter: Michael Kögel (Schwabsoien). – Gelb: Ehret, Kubina, Killer, Soave, Fischer, Marinkovic (alle FC); Skoro, Knecht (bd. BCF). – Rot: Ring (63. FCI, grobes Foulspiel), Potenza (63.,BCF, Unsportlichkeit). – Zuschauer: 100.

BCF: Heep – Rödl (85. Endl), Potenza, Kantar, Skoro, Puta, Lehr, Schnabel (75. Vidovic), Tomicic (67. Gobitaka), Knecht, Hauk.

Quelle: fussball-vorort.de

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