Bayernliga Stammspieler und FCD-Platzwart Martin Mayer im Interview

Martin Mayer: „Für nächste Saison habe ich schon fest zugesagt“

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Bayernliga Stammspieler und FCD-Platzwart Martin Mayer im Interview

Martin Mayer ist nicht nur eine feste Größe im Mittelfeld des FC Deisenhofen, sondern auch Platzwart bei den Blauhemden. Im Interview spricht der Bayernliga-Kicker über seine Doppelfunktion beim FCD.

Deisenhofen Martin Mayer (32) hat fast seine gesamte fußballerische Laufbahn beimFC Deisenhofen verbracht. Nach einer Regionalliga-Saison beim TSV Buchbach mit 19 Einsätzen (2016/17) kehrte der exzellente Techniker zurück, feierte mit dem FCD im vergangenen Jahr den Bayernliga-Aufstieg. Doch selbst, als er in Buchbach kickte, blieb Mayer seinem Heimatverein in einer wichtigen Rolle fest verbunden: Er ist nämlich als Platzwart für das Geläuf in Deisenhofen zuständig. Und wenigstens in dieser Funktion hat der leidenschaftliche Fußballer, der wie alle seiner Zunft derzeit noch im Wartestand steht, Grund zur Freude, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt.

 Martin Mayer: Mir wäre es lieber, dass der Rasen bespielt wird

Der Rasen muss zurzeit ja in einem Traumzustand sein. Lacht da das Herz des Platzwarts?

Er ist schon ordentlich beisammen, aber mir wäre es lieber, dass er bespielt wird.

Was ist bei der Pflege zu beachten? Wie oft muss man mähen?

Das Wetter war in letzter Zeit erstklassig, mit viel Sonnenschein und dann auch Regen. Zweimal die Woche mähen ist da fast schon zu wenig. Ich mache es so alle drei Tage. Als es drei Wochen gar nicht geregnet hat, haben wir aber auch sehr viel wässern müssen.

Läuft man bei diesen Verhältnissen nicht mal gern allein mit dem Ball übers Feld?

Lust hätte man schon, aber die Plätze sind gesperrt. Deshalb mache ich das auch nicht. Es wäre nicht gerade gut, wenn jemand von der Gemeinde vorbeiläuft und das sieht.

„Wir spielen gern, wenn es regnet“

Kann man den Rasen als Platzwart eigentlich so herrichten, dass er das eigene Spiel begünstigt?

Wir spielen gern, wenn es regnet. Diesen Zustand als Platzwart herzustellen, ist aber schwierig, denn wir wässern ja mit Feuerwehrschläuchen. Um kurz vor dem Spiel oder in der Halbzeit mal kurz das Wasser aufzudrehen, dazu bräuchten wir eine Bewässerungsanlage und die haben wir nicht.

Wie lange sind Sie schon für den Platz zuständig und wie kam es dazu?

Ich habe mein Freiwilliges Soziales Jahr beim FC Deisenhofen gemacht und da war ich auch teilweise für den Platz zuständig. Da bin ich irgendwie hängen geblieben. Das war 2010. Im September werden es also schon zehn Jahre. Ich bin gern draußen in der Natur, wurschtle auch sehr gern im Garten rum. Deshalb ist der Fußballplatz ideal für mich.

„Für nächste Saison schon zugesagt“

Durch die Corona-Pandemie sind Sie als Aktiver momentan ausgebremst. Sie werden im Sommer 33 und haben in der Vergangenheit schon gelegentlich das nahende Karriereende angesprochen. Hängen Sie gerade wegen der Pause doch noch was dran?

Man muss natürlich erst mal schauen, wie es überhaupt weitergeht. Aber ich habe für nächste Saison schon zugesagt. Die Vorbereitung fällt mir allerdings schon schwerer im Vergleich zu der Zeit, als ich noch jünger war. Deshalb denken wir, der Verein und ich, von Jahr zu Jahr.

Wie stellt sich die Corona-Situation in Ihrem Alltag dar?

Ich arbeite im Büro bei einem Transportunternehmen für Lebensmittel, ein Familienunternehmen, das viel an die Gastronomie liefert, vor allem auch an Biergärten. Wir sind zurzeit in Kurzarbeit und hoffen sehr, dass es im Juni aufwärts geht.

Das Gespräch führte
Umberto Savignano.

Quelle: Merkur.de

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