SKI ALPIN

Martina Willibald vor Weltcup-Debüt: „Ich werde bestimmt nicht runterbremsen“

+
Ein cooler Erfolg: Martina Willibald hat sich durch zahlreiche Europacups nach oben gekämpft. In Val d’Isere darf die junge Jachenauerin erstmals im Weltcup starten – am Sonntag bei der Super-Kombi.

Martina Willibald nimmt in Val d‘Isere die nächste Sprosse auf der Karriereleiter: Bundestrainer Jürgen Graller hat das Jachenauer Ski-Ass für die Super-Kombi nominiert. 

Val d’Isere/Jachenau – Für Martina Willibald findet die Bescherung heuer schon ein paar Tage vor Weihnachten statt. Die 20-jährige Jachenauerin darf am Sonntag erstmals im Weltcup starten, und zwar in der Super-Kombi, bestehend aus einem Super G (Start 11 Uhr) und einem Slalom (14 Uhr). Als „coolen Erfolg“ bezeichnet Willibald das Startrecht, das ihr der Deutsche Skiverband (DSV) erteilt hat. Zur Nominierung trugen allerdings auch die guten Europacup-Ergebnisse bei, die Willibald in der bisherigen Saison eingefahren hat. Vier Top 15-Platzierungen stehen nach neun Europacups zu Buche, wobei der Riesenslalom derzeit die Paradedisziplin der Jachenauerin ist.

„Aufgeregt bin ich noch nicht“, bekundete Willibald gestern nach dem ersten Trainingslauf. „Aber vor dem Start kommt sicherlich ein bisserl Nervosität auf.“ Dass der Puls bis dahin unten bleibt, darum kümmern sich die arrivierten DSV-Fahrerinnen, Viktoria Rebensburg und Kira Weidle. „Die haben mich sehr freundlich im

Team aufgenommen. Es ist eine nette Gemeinschaft, und meine Zimmerkollegin Marlene Schmotz kenne ich auch schon lange.“

Das Drumrum passt also schon mal, nun muss die Leistung nur noch auf die Ski gebracht werden. Die Trainingsläufe finden zwar abseits der eigentlichen Rennstrecke statt, weil auf dieser das Abfahrtstraining absolviert wird. Doch die Trainingspiste sei vergleichbar, berichtet Willibald: „Übergänge, Wellen, Kurven, das ist alles sehr ähnlich.“ Auch wenn der Riesenslalom bislang bei ihr Priorität hat, so kommt ihr die schnellere Disziplin nicht ungelegen. „Ich habe das Talent, den Ski laufen zu lassen“, sagt die 20-jährige Isarwinklerin. Das macht Hoffnung auf einen gelungenen Super G, die erste Disziplin der Super-Kombi. „Insgeheim habe ich mir einen Top 30-Platz zum Ziel gesetzt“, gibt sich Willibald selbstbewusst, „darum werde ich bestimmt nicht runterbremsen.“

Auch interessant: Dreßen meistert Schicksalspiste

Martina Willibald profitiert vom neuen System, das Frauen-Bundestrainer Jürgen Graller nun in der dritten Saison beim DSV installiert. „Wir wollen unsere Mannschaft breiter aufstellen. Dazu ist die Durchlässigkeit vom Europacup- zum Weltcup-Team erforderlich.“ An Willibald schätzt der Chef-Coach, dass sie „sehr gute Schwünge im Slalom und Riesenslalom fährt, und auch im Super G hat sie einen guten Speed. Deshalb bietet sich die Kombi an.“ Graller will keinerlei Druck aufbauen. „Der erste Weltcup ist nur ein kleiner Abschnitt in der Entwicklung einer Athletin. Das Wichtigste ist, dass Martina einen positiven Eindruck aus Val d’Isere mitnimmt.“

Lesen Sie auch: Alle Infos zur Weltcup-Saison 2019/20

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Der „Chef“ übernimmt die Führung
Der „Chef“ übernimmt die Führung
Deißenböck: Liga-Pokal für TSV Dorfen eine „Mega-Chance“
Deißenböck: Liga-Pokal für TSV Dorfen eine „Mega-Chance“
T-Shirt-Ärmel als Orientierung beim Handspiel
T-Shirt-Ärmel als Orientierung beim Handspiel
Crowdfunding: HSG-Mädels sagen „Danke!“
Crowdfunding: HSG-Mädels sagen „Danke!“

Kommentare