Spieler-Co-Trainer des VfR Garching im Interview

Garchings Matthias Strohmaier: „Erik ten Haag hat mich sehr geprägt“

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Matthias Strohmaier spielte ein Jahr unter Erik ten Haag für die Amateure des FC Bayern München.

Matthias Strohmaier ist seit Sommer Spieler-Co-Trainer beim VfR Garching. Nun erklärt er seine Rolle im Trainerteam und wer sein Vorbild ist.

Matthias Strohmaier durchlief sämtliche Jugendmannschaften des TSV 1860 München. In seinem zweiten Jahr in der A-Jugend wagte er beim FC Augsburg den Sprung in den Profibereich. Er spielte als 18-Jähriger für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Bayern und trainierte bei den Profis mit. Anschließend wechselte er zu den Amateuren des FC Bayern. Auch dort gehörte er unter Erik ten Haag und Heiko Vogel von Anfang an zum Stammpersonal. Nach zwei Jahren schloss er sich im Sommer 2016 dem Schweizer Erstligisten FC Vaduz an. Nur ein Jahr später zog es ihn zurück in die Regionalliga Bayern zum 1. FC Schweinfurt. Seit diesem Sommer ist der 25-Jährige zurück in seiner Geburtsstadt. Beim VfR Garching ist er spielender Co-Trainer. 

Im ersten Teil des Interviews erklärt er seine Aufgaben im Trainerteam, welche Rolle Ajax-Amsterdam-Trainer Erik ten Haag in seiner Karriere gespielt hat und welche Pläne er für die Zukunft hat.

Wie sehen deine Aufgaben als Co-Trainer aus?

Philipp Bönig ist zum Glück sehr kommunikativ. Ich darf sehr viel selbst machen und ich werde bei allen Entscheidungen miteinbezogen. Für mich ist es interessant, einen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen. Ich lerne Dinge, wie man zum Beispiel Spielerpässe beantragt, Auswärtsfahrten organisiert oder Spiele vorbereitet. Wir haben am Vormittag Training für die Studierenden. Dort darf ich sehr viele Übungen leiten. Im Spiel bin ich quasi der verlängerte Arm des Trainers. In der Halbzeit tauschen wir uns aus.

Inwieweit hat dir die Zeit beim FC Bayern für dein Trainerdasein bei Garching geholfen?

Sehr. Ich war immer schon daran interessiert, habe Dinge hinterfragt und mir verschiedene Übungen aufgeschrieben. Ich hatte das Glück, mit Erik ten Haag und Heiko Vogel unter zwei sehr guten Trainer arbeiten zu dürfen. Darüber hinaus durfte ich auch einige Trainingseinheiten unter Pep Guardiola absolvieren, solche einmaligen Erfahrungen sind natürlich etwas ganz besonderes und helfen natürlich auch beispielsweise bei der Entwicklung verschiedener Trainingsformen. Aber speziell Erik hat mich sehr geprägt. Bei ihm stand vor allem das Positionsspiel und der Ballbesitz im Fokus. Unter ihm hatten wir die längsten Trainingseinheiten. Es kam auch schon einmal vor, dass wir dreistündige Taktikbesprechungen hatten. Es ist interessant, zu sehen, wie er jetzt mit Ajax Amsterdam spielt. Ich erkenne vieles wieder, wie er bei uns spielen wollte. Er ist ein Vorbild für mich und sein Werdegang ein Traum. Unter Heiko Vogel hatten wir viel Spaß. Er war sehr kommunikativ. Erik war eher streng. Ich versuche die Erfahrungen, die ich gesammelt habe, jetzt selbst umzusetzen.

Also willst du in Zukunft auf jeden Fall in die Richtung Trainer gehen?

Das weiß ich noch gar nicht so genau. Aber es macht mir sehr viel Spaß. Durch mein BWL-Studium könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, in den Bereich Nachwuchs- oder Geschäftsleitung zu gehen. Beides finde ich total interessant. Das Praktikum beim FC Bayern sehe ich als Bestätigung, dass ich gut gespielt und mich immer korrekt verhalten habe. Ich habe auch in der deutschen U-Nationalmannschaft gespielt. Diese Beziehungen will ich jetzt nutzen.

Teil II erscheint am Mittwoch.

Quelle: Merkur.de

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