Buchbach-Keeper im Interview

Maus will gegen 1860 wieder die Null halten

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Hat den Ball auch sicher am Fuß. Buchbach-Keeper Daniel Maus. F: Buchholz

Der Torhüter des TSV Buchbach verrät im Vorort-Interview, wie sein Team den Löwen erneut Paroli bieten möchte, den Saisonverlauf seiner Mannschaft und wie es ist, als Torwart im Feld zu spielen.

Nach acht Spielen ohne Niederlage gab es auf einmal ein klares 0:3 gegen Schalding-Heining. War da die Müdigkeit nach der Zeit mit vielen Personalsorgen erkennbar oder lag es mehr an der frühen roten Karte?

Die Rote war sicherlich ein wesentlicher Grund für die Niederlage. Aber Schalding hat das generell auch gut gemacht. Wir haben einige Chancen liegen lassen und uns dann das Gegentor nach einem Standard gefangen. Danach haben wir alles versucht und wurden von Schalding ausgekontert. Dabei hat ihnen die rote Karte sicherlich auch geholfen.

Gegen Sechzig könnt ihr jetzt wieder frei aufspielen. Warum knackt ihr den Spitzenreiter nochmal?

Wir standen gut und haben wenig zugelassen. Im Rückspiel wollen wir wieder kompakt stehen, möglichst die Null halten. Vorne muss es dann wahrscheinlich ein Konter oder ein Standard richten.

Im Hinspiel habt ihr 1:0 gewonnen. Ist es eine Genugtuung, gegen den "großen" TSV sogar die Null zu halten?

Klar ist das toll, aber das sollte man auch nicht überbewerten. Für mich als Keeper war die weiße Weste schon ein Highlight. Wir sind aber ja auch nicht die einzige Mannschaft, die gegen Sechzig gewonnen hat. 

Als Feldspieler bekommt man im Spiel nicht alles von den Zuschauern mit. Als Keeper hingegen hat man mehr Ruhephasen. Nimmt man viel von der Kulisse wahr und wie stark beeinflusst dich das?

Wenn man im Geschehen ist und der Ball in Richtung des eigenen Tores kommt, bekommt man davon nichts mit. In den Ruhephasen, wie bei einem eigenen Eckball, nimmt man die Kulisse dann schon deutlich wahr. Aber wirklichen Einfluss hat das nicht - in diesen Situationen ist man schließlich auch nicht gefordert.

Du weißt ja selbst wie es ist, als Feldspieler aufzulaufen. Gegen Pipinsried und Schweinfurt kammst du als Joker. Hast du den Coach selbst auf die Idee gebracht?

Der Hauptgrund für meine Joker-Einsätze war ganz klar das Verletzungspech, in dieser Phase. Nach dem Training schnappe ich mir gerne mal einen Ball und haue ein paar Schüsse aufs Tor. Das muss der Trainer gesehen haben, also meinte er, dass ich draußen spiele und mein Ersatzmann das Tor hütet. Ich würde mich sowieso als mitspielenden Torwart betrachten, der auch was am Ball kann.

Hast du dich gefreut, vorn mitmischen zu dürfen?

Klar, war das etwas Besonderes. Aber irgendwann wird es mit der Kondition kritisch, wenn man es nicht gewohnt ist im Feld zu spielen. Es war toll, trotzdem bin ich froh, wieder im Tor zu sein. Und dabei bleibt es für den Rest der Saison auch.

Alexander Strobl hat sich letzte Saison mit einem unfassbar wichtigen Treffer verabschiedet. Werden Keeper mit Feldspieler-Qualitäten jetzt zur Tradition in Buchbach?

Im Gegensatz zu meinen Vorgängern habe ich noch kein Tor geschossen. Als Torwart muss man heutzutage auch fußballerisch geschult sein. Das sieht man an den deutschen Nationaltorhütern sehr gut. Neuer, Ter-Stegen, Leno, die sind alle gut mit dem Ball am Fuß. Darauf wird generell wert gelegt - überall.

Ihr befindet euch im absoluten Mittelfeld, aber die Liga ist wahnsinnig eng. Wie geht ihr damit um?

Unser Ziel ist, die Klasse zu halten. Das haben wir von vornherein so formuliert. Wir hatten schon entspanntere Phasen in dieser Saison, als der Abstand zu den Relegationsplätzen noch größer war. Wir müssen weiter Punkte einfahren, damit wir es nicht eng werden lassen. Jetzt geht es für uns darum, dass wir uns ein Polster vor der Winterpause zulegen. Aber im Prinzip gehen wir relativ entspannt an die Sache heran. 

Quelle: fussball-vorort.de

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