Zwei Elfer, zwei Freistöße - vier Tore

Mausetote Unterföhringer kommen doch noch zurück

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Kampf auf Kunstrasen: Unterföhrings Arbnor Segashi (l.) im Laufduell mit Valentin de la Motte.

FC Unterföhring/SV Heimstetten - Fußball auf Kunstrasen hat seine eigenen Gesetze und nicht selten haben die Standards eine besondere Bedeutung. Nach zwei Elfmetern der Heimmannschaft und zwei Freistößen der Gäste trennten sich im Bayernliga-Derby der FC Unterföhring 2:2 (1:1).

Die Überraschung der ersten Halbzeit war ein maßlos enttäuschender SV Heimstetten, der passiv vor sich hin kickte und mit dem 1:1 glücklich sein durfte. In der 9. Minute verwandelte Andreas Faber einen Elfmeter, der nach einem Foul von Ünver an Irmler völlig unstrittig war. Zuvor gab es bereits das Duell Ünver gegen Irmler (3.), wo durchaus über einen Handelfer für Heimstetten diskutiert werden durfte.

Heimstetten glich aus durch einen Freistoß von Lukas Riglewski (16.), bei dem sich die Unterföhringer Mauer in die Einzelteile auflöste und so Torwart Sebastian Fritz überraschte. Ansonsten spielte in Durchgang eins nur der FC Unterföhring, der mit mehreren knappen Abseitsstellungen gute Chancen verpasste.

Nach der Pause schlug das Standardpendel in die andere Richtung. Nach einer Freistoßflanke köpfte Sebastian Paul und abgefälscht von Yasin Yilmaz ging der Ball unhaltbar ins Netz. Dieser glückliche Treffer kippte dann die Partie komplett. Unterföhring verlor völlig den Faden und Heimstetten vergeigte eine Handvoll Großchancen, um mit dem 3:1 den Sack vollends zuzumachen. In der 50. Minute hätte Heimstetten einen klaren Foulelfmeter bekommen müssen und später scheiterte Dominik Schmitt alleine auf Fritz zulaufend (82.). Davor traf Olwa-Luta den Pfosten (72.) und Akkurt vergurkte den Ball frei im Strafraum (78.).

Die Unterföhringer waren über weite Strecken der zweiten Hälfte maustot, nahmen das 1:2 aber als Einladung zur Schlussoffensive an. Und die hatte es dann wieder in sich. Erst schoss Faber zu unplatziert auf den Torwart (70.) und in der 80. Minute wurde der FCU-Angreifer unstrittig im Strafraum gefoult. Der Ball rollte aber weiter zu Daniel Jungwirth, der das lange Eck verpasste (80.). Es durfte diskutiert werden.

Das war aber gar nichts gegen die 91. Minute. Yasin Yilmaz packte auf der rechten Seite ein grandioses Solo aus, drückte in den Strafraum und dann fielen er und Sebastian Paul zu Boden. Das sah alles komisch aus und der Elfmeterpfiff überraschte beide Fanlager (siehe auch Kasten). Andreas Faber war das egal. Er nahm das Geschenk zu einem glücklichen Punkt des FCU an.

Heimstettens Trainer Heiko Baumgärtner ärgerte sich zurecht über den finalen Elfer, „zumal er bei uns auch zwei hätte pfeifen können“. Baumgärtner gab die Schuld für die verlorenen zwei Punkte aber nicht dem Schiedsrichter: „Wir waren in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und hatten unsere Chancen zum 3:1. Deshalb sind wir selber schuld.“

Völlig Zustimmung gab es von seinem Unterföhringer Kollegen Andreas Pummer: „Heimstetten hatte die Chancen zum 1:3.“ Aber er konnte das Ergebnis dann auch erklären: „Auf solchen Kunstrasenplätzen entscheiden halt oft die Standards. Heute gab es davon vier Stück und deshalb geht es 2:2 aus.“

Quelle: fussball-vorort.de

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