Fast 600 Buchbach-Fans in Regensburg

Maxi Hain: "Das war Gänsehaut pur"

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Ihren Idolen vom TSV Buchbach ganz nah waren die jugendlichen Fans auf der Heimfahrt im Sonderzug.

TSV Buchbach - Mit beinahe 600 Fans machte der TSV Buchbach Regensburg unsicher. Die Aktion "Ein Dorf geht auf Reisen" war einmal mehr ein voller Erfolg.

„Mir hat es sämtliche Haare aufgestellt, das war Gänsehaut pur.“ Ähnlich emotional wie Kapitän Maxi Hain erlebten auch die übrigen Buchbacher Regionalliga-Kicker den fulminanten Schlussakkord in der nagelneuen Regensburger Continental Arena: Knapp 600 mitgereiste Fans feierten die Mannschaft trotz der 1:3-Niederlage beim Tabellenführer.

Obwohl deutlich in Unterzahl – insgesamt verfolgten über 4000 Besucher die Partie am Samstag – gaben die Oberbayern in der Oberpfalz zumindest auf den Rängen meist deutlich den Ton an: Ausgerüstet mit Megaphon, unterstützt von Trommeln und einer Abordnung der Buchbacher Blaskapelle feuerten die Fans ihre Mannschaft mit Gesängen und Sprechchören 90 Minuten lang engagiert und enthusiastisch, fair und friedlich an, ganz so wie es sich Sonderzug-Organisator Wolfgang Bauer gewünscht hatte.

Auf der Hinfahrt nach Regensburg hatte er eindringlich an den echten Sportsgeist appelliert: „Wir haben uns unseren guten Ruf und unseren Kultstatus über viele Jahre hart erarbeitet, lasst uns das nicht beschädigen.“ Ob während der Zugfahrt, beim Bustransfer vom Bahnhof zum Stadion, während der Partie und auch beim über einstündigen Aufenthalt am Regensburger Bahnhof vor der Heimfahrt – die Buchbacher Abordnung verbreitete überall gute Stimmung, die Blaskapelle spielte auf der Hinfahrt an jeder Station, an der die Fans zustiegen, munter auf und gab auch vor dem Regensburger Bahnhof ein Ständchen nach dem anderen, so dass zahlreiche Passanten stehen blieben und mitsangen.

Immer wieder mussten die Anhänger der Rot-Weißen Auskunft geben, wo sich denn das ominöse Buchbach befände und wie es denn sein könne, dass ein so kleiner Ort mit so vielen Zuschauern nach Regensburg reist. Trotz der Niederlage waren die Fans mit der aufopferungsvoll kämpfenden Truppe der Trainer Anton Bobenstetter und Walter Werner zufrieden. Dementsprechend mussten die Spieler auch Schals, Käppies, Shirts und alle möglichen Gegenstände signieren.

Mittendrin statt nur dabei war auch Mohamed Sow, der Siegtorschütze der Kreisliga-Mannschaft beim 2:1 am Donnerstag beim FC Töging 2. Der in Buchbach untergebrachte Asylsuchende aus Sierra Leone packte ebenso wie seine Mannschaftkollegen an, um den Sonderzug auf Gleis 5 nach Schwindegg – der Zug auf Gleis 6 fuhr nach Prag – mit Getränkenachschub zu bestücken, der extra per Kühlwagen nach Regensburg gebracht worden war. Eine kluge Planung, denn bei warmem Bier könnte schließlich selbst der friedlichste Fan sauer werden.

Auch wenn der dritte Buchbacher Sonderzug ein paar Anhänger weniger mobilisiert hat als bei den Fahrten nach Augsburg und Nürnberg, waren Organisator Bauer und die Buchbacher Abteilungsleitung um Günter Grübl zufrieden: „Einige Fans waren noch im Urlaub, viele sind aufgrund der Nähe mit dem eigenen Auto angereist. Aber es hat alles hervorragend geklappt. Es war eine Riesengaudi und ein ganz toller Tag, an dem wir den TSV Buchbach hervorragend präsentiert haben.“

Quelle: fussball-vorort.de

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