Heimatverein ASV Antdorf ist Ligakonkurrent

Kochelsee-Coach Wagner: „Ich möchte Ernsthaftigkeit reinbringen“

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Neuer Trainer: Maxi Wagner gibt die Anweisungen beim FC Kochelsee Schlehdorf. 

Im Sommer übernahm Maxi Wagner den FC Kochelsee Schlehdorf. Für den 34-Jährigen ist es die erste Station als verantwortlicher Cheftrainer.

Schlehdorf – Im Interview mit Oliver Rabuser spricht der angehende Betriebswirt über seine Ideen, die er am Kochelsee verwirklichen möchte, die Ambitionen als Fußballlehrer, und das ausgeprägte Verhältnis zum Heimatverein ASV Antdorf, der nach dem Abstieg aus der Kreisliga heuer Ligakonkurrent des FC ist.

Herr Wagner, in der Region kennt man Sie eigentlich nur im Zusammenhang mit dem ASV Antdorf. Jetzt haben Sie am Kochelsee angeheuert. Was reizt Sie am FC?

Es gab seit zwei oder drei Jahren immer wieder Kontakt. Menschlich liegt der Verein auf meiner Wellenlänge. Bei den damaligen Gesprächen wäre für mich ein Engagement zu früh gekommen. Diesen Winter wurde dann alles konkreter.

Inwiefern zu früh?

Ich war nach der aktiven Karriere Co-Trainer in Antdorf, hatte da mit Jürgen Staiger und Roland Kramer gute Lehrmeister. Man muss erst seinen eigenen Stil entwickeln.

Wie sieht der bei Ihnen aus?

Man darf sich nicht verstellen, muss so bleiben, wie man ist. Der nötige Abstand muss da sein. Auf dem Platz muss Feuer drin sein, daneben findet auch der Spaß seinen Platz. Natürlich bleibe ich nach Training und Spiel auch mal auf ein Bier sitzen.

Wo setzen sie in sportlichen Belangen an?

In erster Linie möchte ich gutes Training anbieten und eine gewisse Ernsthaftigkeit reinbringen. Langfristig kann es nicht das Ziel des Vereins sein, um den zehnten Platz in der Kreisklasse mitzuspielen. Die Einstellung zum Sport lässt sich verbessern. Momentan fehlt mir der letzte Wille und Biss. Nach guten Phasen stellt sich schnell eine Art Selbstzufriedenheit ein. Auch das körperliche Moment lässt sich verbessern. Wir sind eine sehr faire Mannschaft. Manchmal aber fast etwas zu brav.

Was wäre aktuell ein realistisches Ziel für ihre Mannschaft?

Die Qualität für das erste Drittel der Tabelle ist da. Problem ist sicherlich die geringe Breite des Kaders. Wenn der Verein irgendwann mal höhere Ansprüche haben sollte, muss man hier etwas verändern.

Im Auftaktspiel lief Flo Kammerlochner als Kapitän auf, nicht mehr Dominik Simmeth. Trafen Sie diese Entscheidung?

Ja. Flo ist ein junger Spieler, der für sein Alter schon sehr weit ist. Natürlich muss er in diese Rolle noch reinwachsen. Aber er macht den Mund auf. Dominik ist mir als Kapitän einen Tick zu leise. Das soll aber keine Degradierung sein. Die älteren Spieler wie er und Stefan Raffeiner sind weiter im Spielerrat. Deren Qualitäten brauchen wir unbedingt, sie können mit einer Einzelaktion Spiele entscheiden.

Sie stehen am Anfang ihrer Trainerlaufbahn. Welche Ziele habe Sie sich gesetzt?

Erst mal möchte ich testen, ob das für mich etwas von Dauer ist. Grundsätzlich macht der Job viel Spaß. Tendenziell ist es für mich schwer vorstellbar, in den Ligen noch tiefer zu gehen. Da passt es von der Einstellung nicht mehr so. Wie weit es möglicherweise nach oben geht, kann ich nicht sagen. Das muss sich ergeben.

Nach ihrer Zeit bei der U19 des FC Bayern und beim BCF Wolfratshausen waren Sie noch einige Zeit beim ASV Antdorf aktiv. Wäre eine Rückkehr dorthin als Trainer für Sie denkbar?

In Antdorf noch mal Trainer zu werden, kann ich nicht ausschließen. Der Heimatverein ist immer etwas Besonderes. Ich bin ja außerdem beim ASV auch noch in der Vorstandschaft.

Quelle: Merkur.de

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