Unterhaching-Spieler im Interview

Maximilian Bauer: Mit Geduld zum Comeback

Maximilian Bauer mit seinem Weggefährten Rüdiger.
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Maximilian Bauer mit seinem Weggefährten Rüdiger.

Wenn Maximilian Bauer die Tür zu seiner Ein-Zimmer-Wohnung in Wolfratshausen aufschließt, erwartet Rüdiger ihn schon. „Als Kind haben mich eigentlich Eidechsen fasziniert“, erzählt der Fußballer vom Regionalliga-Spitzenreiter Haching, als die tz ihn besucht.

Doch sein Vater fand Eidechsen langweilig. Also bekam der Sohn zum Übertritt aufs Gymnasium: eine Königspython! 

Dass die Klassenkameraden eher Hamster im Kinderzimmer hatten, störte ihn nie. Wenn Freunde vorbeikommen, ist Rüdiger noch heute die Attraktion. Auch ein Beziehungskiller war die 1,35-m-Würgeschlange bisher nicht. „Sollte es das mal sein, ist die Beziehung wohl nicht die richtige“, meint Bauer.

Apropos Beziehung: Ein enges Verhältnis hat Bauer zu Rüdiger, der den Namen einer Figur aus dem Gerhard-Polt-Streifen Man spricht deutsh zu verdanken hat, nicht. Bauer: „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass er mich erkennt.“

Der 22-Jährige ist vor allem Futter- bzw. Mäuselieferant – und beeindruckt vom Essverhalten des WG-Partners. Denn bevor Rüdiger das Tier mit den schleifpapierartigen Zähnen packt und mit seiner Muskelkraft würgt, wartet er ab, hat Geduld. 

Bauer selbst braucht davon gerade mehr, als ihm lieb ist. Ein Syndesmose- und Außenbandriss im rechten Bein haben ihn ausgebremst. Wieder mal. Deshalb macht der Rechtsverteidiger nebenbei eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelsfachmann. Plan B.

 

Noch glaubt er aber an Plan A. Denn Bauer, der in der Bayern-Jugend zusammen mit Julian Green ausgebildet und vom heutigen FC-Augsburg-Trainer Manuel Baum nach Haching gelockt wurde, ist beim Vorstadt-Klub zum Stammspieler gereift. Kürzlich verlängerte er bis 2020. Mit der SpVgg will er in die 3. Liga aufsteigen, und dafür bald fit werden. „Es ist cool zu sehen, wie viel Zeit Rüdiger sich nimmt, wenn er Hunger hat“, sagt Bauer, „aber so lange warte ich nicht. Ich habe noch einiges vor.“ 

Text: Sina Ojo

Quelle: fussball-vorort.de

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