Mehr Erfahrung gesucht

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Erster Arbeitstag für den neuen Manager Erich Meidert.

Unterhaching - Erster Arbeitstag für den neuen Manager der SpVgg Unterhaching. Erich Meidert bezog dabei sein Büro im Sportpark. Der Rauswurf von Urgestein Ralf Bucher behielt seinen bitteren Beigeschmack.

Dass die SpVgg sich in Sachen Kommunikation zum wiederholten Male bei Pesonalentscheidungen nicht mit Ruhm bekleckert hat, wird dabei immer deutlicher. Am Abend beim Testspiel in Hausham etwa waren weder das Trainerteam noch die Spieler, teilweise jahrelange Mannschaftskollegen von Bucher, über den Wechsel an der Spitze der Geschäftsstelle informiert.

"Ich war selber überrascht", sagte Francisco Copado über den Rauswurf von Ralf Bucher.

Etwas dubios waren auch Stellungnahmen von Francisco Copado. Der Sportliche Leiter hatte zuerst erklärt, „selbst überrascht“ gewesen zu sein, gab später aber gegenüber anderen Journalisten ein eindeutiges Statement ab: „Ich bin nicht überrascht. Wir haben mehr Erfahrung auf der Manager-Position gesucht. Ich glaube, dass Meidert diese Erfahrung hat. Ralf hatte diese Erfahrung nicht.“ Zudem ließ Copado anklingen, dass es Diskrepanzen in der Zusammenarbeit gegeben habe: „Wir haben uns für Herrn Meidert entschieden, weil er sehr gut zu uns passt. Ich wünsche mir jemanden, der mich auch gut vertritt, wenn ich nicht da bin.“

Wer welche Rolle bei der Demontage Buchers gespielt hat, ist nach außen unklar. „Die Entscheidung hat das ganze Präsidium getroffen“, sagte Copado. Meidert versicherte, dabei nie mitgewirkt zu haben. „Menschlich tut mir das sehr leid, das ist schade“, sagte er über seinen gefeuerten Vorgänger, „Ralf ist ein anständiger Kerl, das Fußballgeschäft ist leider nicht so anständig. Der Job ist mörderisch.“

Meidert wurde bereits vor einigen Wochen kontaktiert

 Er selbst sei vor ein paar Wochen „aus dem Umfeld des Vereins“ angesprochen worden und habe sich die Sache „sehr gründlich überlegt“. Ein Geheimnis bleibt, warum das alles hinter dem Rücken Buchers geschah – der erfuhr, wie man hört, erst am Montag von seinem längst beschlossenen Rauswurf. Eine andere Aufgabe im Verein bekam der 38-Jährige übrigens nicht, weil für eine weitere Stelle schlicht kein Budget zur Verfügung steht.

Inwieweit das alles noch ein Nachspiel haben wird und ob und wie sich Bucher zu den Vorkommnissen äußert, bleibt abzuwarten. Der neue Manager hofft auf Ruhe: „Ich schaue, dass wir das gut hinkriegen und dass Frieden herrscht.“ Bucher wollte sich bislang zu den Vorkommnissen nicht äußern.

von Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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