Weite Anreise

Ünver über Aschaffenburg: „Das ist Wahnsinn, fast schon Profi-Niveau“

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Will auch in Aschaffenburg jubeln: Torjäger Lukas Riglewski, der ohne seinen Sturmpartner auskommen muss. 

Der SV Heimstetten trifft am heutigen Freitag auf den SV Viktoria Aschaffenburg - in Aschaffenburg. Deshalb muss der SVH schon vormittags losfahren.

Heimstetten – Aus Sicht eines Fußballers, sagt Co-Trainer Memis Ünver, werde die Regionalligapartie seines SV Heimstetten beim SV Viktoria Aschaffenburg an diesem Freitag „sicher ein super Spiel“. Schließlich sei es ein Abendduell unter Flutlicht in einem großen, schönen Stadion. „Und ich gehe davon aus, dass rund tausend Zuschauer kommen, vielleicht sogar ein paar mehr.“

Aus Sicht eines Trainers hat die Sache indes einen Haken: Denn da die Partie im Nordwestzipfel von Bayern um 18 Uhr angepfiffen wird, müssen sich die Heimstettner bereits um 11 Uhr zur Abfahrt treffen. „Das ist Wahnsinn, das ist ja fast Profi-Niveau“, klagt Ünver. „Ich verstehe nicht, wieso man so ein Spiel auf Freitag legen muss. Und wenn man es schon tut, wieso um 18 Uhr, wo das Stadion doch Flutlicht hat.“

Schließlich habe der SVH als Amateurklub durchaus Kicker in seinen Reihen, die berufstätig seien – etwa Lukas Riglewski, Maximilian Hintermaier und Manuel Duhnke. Für sie bedeuten derlei Freitagspiele mit XXL-Anfahrt stets eine Herausforderung, die diesmal aber alle gemeistert haben: „Stand jetzt gehe ich davon aus, dass wir bis auf die Verletzten komplett sind“, sagt der Co-Trainer.

Ohnehin ist die Reise nach Aschaffenburg für Heimstetten oftmals erfreulich verlaufen – aller Anfahrtsbeschwerden zum Trotz. So gab‘s bisher in sechs Regionalligaduellen drei Siege und drei Remis für den SVH; vorige Saison behielt die Elf von Cheftrainer Christoph Schmitt gleich zweimal die Oberhand – auswärts sogar mit 4:1. Dennoch warnt Ünver vor dem Gegner: „Wir kennen Aschaffenburg gut. Das ist eine spielstarke Mannschaft mit einigen sehr starken Individualisten – Björn Schnitzer vorneweg.“ Der 27-jährige Offensivmann hat in den vergangenen fünf Saisons 97 Tore in 141 Spielen geschossen und auch heuer schon wieder dreimal in sieben Partien zugeschlagen.

Doch auch der SVH hat in Lukas Riglewski einen Goalgetter – und der ist nach anfänglicher Torflaute zuletzt ins Rollen gekommen: In drei Pflichtspielen in Liga und Pokal hat der 25-Jährige sechsmal eingenetzt. In Aschaffenburg will der Kapitän diese Serie ausbauen – wobei sein etatmäßiger Sturmkollege Severin Müller diesmal nicht mit von der Partie ist. Denn der 18-Jährige musste infolge eines Fouls beim 1:3 gegen Schalding-Heining am Fuß genäht werden und falle nun zwei Wochen aus, berichtet Ünver. Wieder zur Verfügung steht dagegen Routinier Manuel Duhnke. Auch Daniel Steimel, den diverse Blessuren monatelang außer Gefecht gesetzt haben, befinde sich inzwischen wieder im Training, sagt der Co-Trainer. „Für ihn kommt ein Einsatz aber noch zu früh.“

Voraussichtliche Aufstellung:Riedmüller, Günzel, Spitzer, Cavadias, Hintermaier, Reuter, Sabbagh, Schels, Hannemann, Riglewski, Rojek.

Quelle: Merkur.de

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