Kreisfinale des Merkur Cups in Pliening

Abgefälschte Schüsse und viele Paraden - Die Platzierungsspiele

+
Sprint um den Ball: Benet Shabani (Ebersberg, l.) gegen Konstantin Sork (Poing).

Im Finale des Merkur Cups konnte sich der SC Baldham-Vaterstetten durchsetzen. Hier alle Platzierungsspiele des Kreisfinals im Überblick

Halbfinale

TSV Poing – TSV Ebersberg 0:2 (0:1)

Die TSVE-Buben von Trainer Isuf Shabani verdienten sich den Finaleinzug dank eines weiteren leidenschaftlichen Auftritts – und eines bärenstarken Torhüters. Denn Carlos Lores Hernandez wehrte in der Drangphase der Poinger gleich mehrmals Schüsse aus kurzer Distanz ab und brachte den Gegner zur Verzweiflung. Da hatten die Ebersberger bereits die 1:0-Führung im Rücken, für die Farshid Rahmani verantwortlich war. Nachdem der TSV Poing in Durchgang zwei wieder beste Möglichkeiten (überhastet) vergab, sorgte Kilian Seiß mit einem wuchtigen Schuss für das entscheidende 2:0, das die Ebersberger Buben kampfstark über die Zeit spielten.

TSV Grafing – SC Baldham-Vaterst. 0:3 (0:1)

Mit einem abgefälschten Freistoß bog die Baldhamer U11 auf die Straße gen Endspiel ein. Lukas Wohlrab hatte abgezogen und ein Grafinger Verteidiger unglücklich den Merkur CUP-Ball an seinem Torwart vorbei ins Netz gelenkt. „Sie werden Vollgas geben“, warnte SCBV-Trainer Christian Reber in der kurzen Pause seine Spieler vor zu viel Leichtsinn, denn der Kontrahent kämpfte redlich um jeden Meter. Erst als Ben Schermann cool und abgezockt vor dem TSV-Kasten auf 2:0 stellte, war die Messe gelesen. Lukas Wohlrab machte kurz vor Schluss mit dem 3:0 alles klar. Der SC Baldham-Vater-stetten hatte verdient das „Endspiel“ um das Bezirksfinal-Ticket gewonnen.

Überschattet wurde die Partie von einer unglücklichen Verletzung eines Grafinger Buben, der nach einem Zusammenprall mit einem Baldhamer nicht mehr weiterspielen konnte, vom Platz getragen und vom herbeigerufenen Notarzt versorgt werden musste.

Spiel um Platz 7

TSV Pliening – TSV Zorneding 6:0 (4:0)

Ihre Tore hatten sich die Plieninger Kicker fürs Platzierungsspiel aufgehoben. Die erste Chance hatte zwar Zorneding, doch Lukas Mlcak war auf der Gegenseite eiskalt – 1:0. Und Teamkollegin Tonia Voss, die auch den Ehrenkodex vor Turnierbeginn verlesen hatte, erhöhte geschickt auf 2:0. Danach mühte sich Zorneding, entblößte zu sehr seine Defensive und lief in etliche Plieninger Konter. Tom Siegl, Noelani Reiche und ein Doppelpack von Jakub Styra stellten auf 6:0 und sorgten somit noch für ein versöhnliches Ende aus Sicht der Gastgeber.

Spiel um Platz 5

SpVgg Markt Schwabener Au – TSV Steinhöring 1:2 (0:1)

Dass ein Platzierungsspiel durchaus seinen Reiz haben kann, bewiesen die Schwabener und Steinhöringer Kicker. Spannend und fair ging es während der 20 Minuten Spielzeit zu, und auch danach klatschten sich die Kicker ab. Obwohl die SpVgg einem nicht gegebenen Treffer hinterher trauerte – der Schiedsrichter hatte aus seiner (wohl zu weit entfernten) Position den Ball nicht hinter der Linie gesehen. Es wäre – nach dem zwischenzeitlichen Markt Schwabener Ausgleich von Ben Thurer – das 2:1 für die SpVgg gewesen. So aber kam der spätere Fairness-Preis-Gewinner Steinhöring dank der Kaltschnäuzigkeit von Markus Huber, der beide TSV-Tore erzielte, zum 2:1-Sieg. An der Mittellline zog der Sohn des Trainers einfach mal ab und schoss den Ball unter die Latte.

Spiel um Platz 3

TSV Poing – TSV Grafing 1:2 (0:1)

Für ihren verletzten Teamkollegen Vincent legten sich die Grafinger E-Junioren ins Zeug und drehten einen Pausenrückstand noch zu einem Sieg und für Platz drei um. In einer Partie, in der es hin und her ging und mehrmals das Aluminium erzitterte, hatten beide Torhüter etwas gegen eine Toreflut einzuwenden. Vor allem Poings Kilian Ratton bewahrte seine Mannschaft zigfach vor einem Rückstand, und wurde doch am Ende zum Pechvogel, als er einen scharf getretenen Eckball von Grafings Timur Kröger zu spät sah und, davon überrascht, unglücklich ins eigene Tor lenkte. Davor hatte Ratton das „Privatduell“ gegen Can Afshar klar für sich entschieden. Poing führte sogar durch Maxi Höpfner, der einen tollen Querpass von Johannes Sadric verwandelte, mit 1:0. Kenan Sabic gelang nach Seitenwechsel schnell das 1:1, das bis in die Schlussminute hinein Bestand hatte.

Finale

TSV Ebersberg – SC Baldham-Vaterst. 0:3 (0:2)

Es war eine kleine Machtdemonstration, die die U11-Kicker des SCBV ablieferten. In der Vorrunde hatten sich die Ebersberger noch mehr zur Wehr setzen können, doch gegen das laufintensive und letztlich kombinationssichere Spiel der Gegner um das Trainerduo Reber/Berroth war im zweiten Aufeinandertreffen kein Kraut gewachsen. Marlon Berroth brachte sein Team abgeklärt vor dem Kasten früh in Führung, Joel Frens gelang mit einem schönen Schuss am Ebersberger Torwart Carlos Lores Hernandez vorbei das wichtige 2:0.

Die Baldhamer Ballstafetten verhinderten, dass Ebersberg aufkam. Nur Farshid Rahmani hatte einmal eine Chance, doch den Abpraller brachte er alleine vor dem Kasten nicht schnell genug unter Kontrolle. Der TSV kämpfte, angetrieben von Coach Isuf Shabani, gegen die Zeit, hatte aber kein Glück – das war auf der Gegenseite SCBV-Kapitän Robin Bein hold, als dessen scharfe Flanke aus spitzem Winkel über den Ebersberger Torwart an den hinteren Pfosten klatschte und von dort ins Netz sauste. 3:0, die Entscheidung. Danach verwaltete Baldham den Triumph ins Ziel, während Ebersbergs Diego Sigmund an Torwart Julian Biebel scheiterte, und seinem Team damit der Ehrentreffer verwehrt blieb. OLAF HEID

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Vom Glück des Gegners genervt
Vom Glück des Gegners genervt
5:1 - Kammerberg gibtdie perfekte Antwort
5:1 - Kammerberg gibtdie perfekte Antwort
Torschusstraining des TSV Neuried trägt Früchte - Hoher Sieg über FC Anadolu
Torschusstraining des TSV Neuried trägt Früchte - Hoher Sieg über FC Anadolu
TSV Eching untermauert Ansprüche
TSV Eching untermauert Ansprüche

Kommentare