Merkur Cup in Hohenkammer: Kompakt

FCA Unterbruck und SV Hohenkammer qualifizieren sich für zweite Runde

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Gerangel um den Ball: Die Mannschaften aus Unterbruck und Hohenkammer schenkten sich nichts. Am Ende gelang beiden der Sprung in die nächste Runde.

Tore en masse und Begegnungen auf spielerisch hohem Niveau bestimmten das erste Merkur CUP-Turnier in Hohenkammer. In der Vorrunde lieferten sich Wang, Unterbruck, Zolling und Hohenkammer packende Duelle. Am Ende hatten Unterbruck und die Gastgeber klar die Nase vorn.

Hohenkammer – Talentscouts hätten an diesen Begegnungen ihre wahre Freude gehabt. Auch und gerade der FCA Unterbruck hatte Kicker in seinen Reihen, die mit Aktionen zum Zungeschnalzen auf sich aufmerksam machten. An erster Stelle ist hier Flügelstürmer Tino Seydel zu nennen. Der FCA-Nachwuchsfußballer spielte die gegnerischen Abwehrreihen ein ums andere Mal schwindlig.

Was für eine Ballbehandlung, was für ein Zug zum Tor. Da mussten selbst die anderen Mannschaften neidlos anerkennen, dass „das ein Guter ist“. So geschehen in der Partie gegen die SpVgg Zolling, als Seydel eine schöne Flanke in den Strafraum volley annahm und unhaltbar unten links versenkte. Damit stand es 1:0 für Unterbruck – und am Spielfeldrand, wo die selbst ernannten „peinlichen Mütter“ das Geschehen verfolgten, war die Hölle los.

Die Unterbrucker Fangemeinde hatte nicht nur nach dieser Begegnung, die am Ende 2:0 ausging, gut lachen. Bereits im Auftaktmatch ließen die FCA-Kinder ihre Klasse erkennen und bezwangen die E-Jugend des FC Wang klar mit 4:1 Toren. Der Grundstein fürs Weiterkommen in die zweite Runde des Merkur CUP war also gelegt.

Doch auch die Gastgeber vom SV Hohenkammer lagen gut im Rennen. Das erste Spiel hatte man noch verhalten begonnen und gegen die SpVgg Zolling knapp mit 2:1 gewonnen. Im Match gegen den FC Wang zeigten sich die SVH-Kids jedoch von ihrer besten Seite. Einem verdienten Achtmeter, den Alexander Perijok souverän verwandelte, sollten drei weitere blitzsaubere Treffer zum 4:0-Sieg folgen – zwei von Perijok und einer von Julia Schmid, die im Strafraum die Übersicht behalten und den Ball, ohne mit der Wimper zu zucken, ins Netz gekickt hatte.

Der FC Wang und die SpVgg Zolling, die ihre beiden ersten Partien jeweils verloren hatten, waren vorzeitig ausgeschieden. Trotzdem schenkten sich die Teams im direkten Duell nichts. Die Nachwuchskicker aus Wang legten nach einer schönen Kombination durch den gegnerischen Strafraum vor. Zolling gelang jedoch wenig später der Ausgleich. Wang schlug zurück und ging erneut in Führung – es war die beste Phase für die Mannschaft von Trainer Mathias Haider. Dann ließ die Konzentration allerdings nach, und Zolling verwertete seine Chancen zum 2:2 und schließlich zum 3:2- Endstand. Das entscheidende Tor für Zolling fiel in der letzten Minute. „Es war nicht unser bester Tag“, sagte Haider.

Auch wenn schon klar war, wer den Einzug in die nächste Runde des Merkur CUP geschafft hatte: Die Gastgeber und die Unterbrucker Junioren – für beide Teams geht die Reise weiter – lieferten sich im letzten Spiel des Vormittagsturniers trotz Dauerregen ein spannendes Duell. Und einmal mehr war es Tino Seydel, der für die Entscheidung sorgte. Das 1:0 für Unterbruck fiel in der elften Minute, doch schon zuvor hatte ein Lattenknaller des FCA bei den Anhängern des SV Hohenkammer den Atem stocken lassen. Seydel sollte bis zum Schluss der spielbestimmende Akteur auf dem Platz bleiben. Ein weiterer Treffer gelang ihm und seinen Mitspielern aber nicht mehr – zu gut aufgestellt und zu aufmerksam agierte die Abwehr des SVH-Teams.

Auf die Frage, von wem Tino das große Talent nur hat, antwortete sein Trainer und Vater Florian Seydel: „Ich weiß es auch nicht, wahrscheinlich von der Mutter.“

Text: Alexander Fischer

Quelle: Merkur.de

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