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Eching und Attaching weiter, Favorit Freising scheidet aus

Merkur Cup in Attaching: Fußballfest mit großen Emotionen

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Wir sind die Nummer 1: Die Buben des TSV Eching haben als Kreisfinalsieger das Ticket fürs Bezirksfinale gelöst.

Grenzenloser Jubel auf der einen, Enttäuschung pur auf der anderen Seite: Das Kreisfinale des Merkur CUP in Attaching war ein Turnier der großen Emotionen. Während für den TSV Eching und den BC Attaching die Reise zu den Bezirksfinals weitergeht, blieb mit dem SE Freising ein Favorit auf der Strecke – obwohl das Team in der regulären Spielzeit kein einziges Tor kassiert hatte.

VON MICHAEL LEITNER

Attaching – Dieses Spiel war der emotionale Höhepunkt eines Fußballfests, das alle von den Sitzen gerissen hat: Der BC Attaching und der SE Freising duellierten sich im Halbfinale um eines der beiden Tickets für das Bezirksfinale – und es wurde ein intensives und heiß umkämpftes Match, das eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte. 0:0 stand es nach 20 Minuten, es ging ins Achtmeterschießen. Attachings Josua Glebe legte vor, Freisings Jaleel Kanze zog nach – 1:1 nach zwei Schützen. BCA-Kapitän Noah Najdi behielt ebenfalls die Nerven – bevor zwei seiner Teamkollegen zu Matchwinnern avancierten: Erst entschärfte Keeper Benedikt Ebner den zweiten Versuch des SEF, ehe Markus Holland mit seinem Treffer zum 3:1 einen Attachinger Jubelsturm auslöste, der seinesgleichen suchte. Geschafft! Der BC Attaching ist ins Endspiel des Kreisfinales und damit zugleich ins Bezirksfinale am 6./7. Juli eingezogen.

„Ich bin so stolz auf unsere Mannschaft – einfach super, was die Jungs geleistet haben“, jubelte BCA-Coach Patrice Boyer. Sein Trainerkollege Mustafa Turgut vom SEF konnte dagegen nicht fassen, was da gerade passiert war: „Wir haben null Gegentore kassiert und im gesamten Merkur CUP-Turnier kein Spiel verloren. Wir sind enttäuscht, weil wir das beste Team in diesem Kreisfinale waren – Attaching hatte einen Glückstag.“ Ein Trainer und ein Scout eines Nachwuchsleistungszentrums hätten ihn in seiner Meinung bestärkt: „Sie wollen drei Spieler von uns für ein Probetraining – und sie haben auch gesagt, dass wir besser waren.“

Die Besten der Besten waren letztlich aber die Echinger Junioren: Sie lieferten im Halbfinale eine bombastische Leistung ab und besiegten den – keineswegs schwachen – SV Vötting mit 5:0. Benedek Juras (2), Paul Müller, Leandro Pelaj und Maximilian Simon erzielten die Treffer. Maxi Simon war schließlich auch im Endspiel der umjubelte Held: Er traf in der ersten und in der letzten Minute zum 2:1-Erfolg gegen den BCA. Yves-Etienne Boyer hatte nach sechs Minuten ausgeglichen. „Es war ein hammergeiler Tag für uns“, freute sich Eching-Coach Stephan Simon. „Wir haben insgesamt den schönsten Fußball gespielt.“ Klarer Fall: Dieser große Erfolg wurde anschließend im Sportheim mit Pommes, Schnitzeln und Hamburgern gebührend gefeiert.

Ebenfalls mächtig stolz auf sein Team war Vöttings Trainer Robert Klein – auch wenn sich seine Jungs nach einem 0:1 im kleinen Finale gegen den SE Freising (Torschütze: Arian Cuni) mit dem vierten Platz begnügen mussten. „Wir sind die viertbeste E-Jugend-Mannschaft des Landkreises – das ist doch in Ordnung“, sagte Klein. „Eching war im Halbfinale einfach stärker, da war leider nicht mehr drin.“ Fakt ist: Sein Team erwischte einen perfekten Start ins Kreisfinalturnier: Sowohl geben den SC Kirchdorf als auch im wichtigen Spiel gegen die SpVgg Attenkirchen behielten die Vöttinger mit 2:0 die Oberhand. Gegen den SCK waren Lukas Pflüger und Ferdinand Kammermaier erfolgreich, gegen Attenkirchen trafen Ludwig Kammermaier und Lukas Pflüger ins Schwarze. Damit hatte der SVV bereits nach zwei Gruppenspielen das Halbfinale sicher.

Den ersten Platz in der Gruppe B schnappte sich allerdings der SE Freising, der zunächst aber seine liebe Mühe hatte: Die Attenkirchener Buben feierten das 0:0 gegen den Favoriten wie einen Turniersieg. Danach kam der SEF ins Rollen: Mit zwei 3:0-Siegen gegen Kirchdorf (Tore: Thahir Sidi-Toure, Djamal Kpekpassi und Adrian Garstecki) sowie den SV Vötting (Tore: Djamal Kpekpassi, Jaleel Kanze und Salihcan Alwan) setzten sich die Freisinger letztlich durch. Für die SpVgg Attenkirchen reichte es dagegen trotz des 2:0 gegen Kirchdorf (Tore: Michael Hobmeier 2) nur zu Platz drei.

Weitaus spannender war das Rennen um die Halbfinalplätze in der Gruppe A: Attaching legte dank Treffer von Josua Glebe (3), Noah Najdi (2), Saner Nazligül und Dominik Dora mit einem 7:0 über den FC Moosburg los, Eching und der FC Neufahrn trennten sich zeitgleich 0:0. Weil die Zebras dann allerdings den BCA mit 2:1 bezwangen (Tore: Leandro Pelaj, Maxi Simon – Josua Glebe) und Neufahrn mit 2:1 gegen Moosburg gewann (Tore: Resul Inak 2 – Anton Zöpf), war noch alles offen. Denn mit Eching, Attaching und Neufahrn waren noch drei Teams in der Verlosung. Die Zebras machten durch ein 4:0 gegen den FCM – die Tore erzielten Paul Müller (3) und Maxi Simon – dann souverän ihre Hausaufgaben. Und der BCA buchte durch das 1:0 gegen Neufahrn (Tor: Yves-Etienne Boyer) das Halbfinale.

Am Ende eines spannungsgeladenen Turniertags waren (fast) alle zufrieden: Der FC Moosburg gewann – und das war laut Torsten Horn, dem Technischen Leiter des Merkur CUP, „eine klare Entscheidung“ – den von ESB Energie Südbayern gesponserten Fairnesspreis. Der SC Kirchdorf machte beim 2:0 im Spiel um Platz sieben gegen die Moosburger durch Jakob Steinberger und Veit Richter seine ersten beiden Tore im Kreisfinalturnier. Die SpVgg Attenkirchen freute sich nach einem 2:0-Erfolg im Achtmeterschießen gegen Neufahrn – hier trafen Michael Hobmeier und Gabriel Fendler – über Rang fünf. Und nicht zuletzt zog Jugendleiter Robert Neumaier vom BC Attaching zufrieden Bilanz: „Am Ende waren es an die 250 Zuschauer und damit mehr als gedacht – wir mussten sogar Pommes und Semmeln nachkaufen“, sagte er. Denn immerhin hatten die Junioren und die Fans nicht nur Appetit auf Tore nach Attaching mitgebracht.

Quelle: Merkur.de

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