Haching-Trainer über Torwart-Talent

Baum: „Zetterer könnte auch im Feld spielen“

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Manuel Baum , Teamchef der SpVgg, hält viel von Hachings neuem Torwart-Talent.

Unterhaching - Manuel Baum bildet mit Claus Schromm das Trainerduo der Drittliga-Mannschaft der SpVgg Unterhaching. Davor arbeitete der 33-Jährige beim TSV 1860 München II (Torwarttrainer), FC Unterföhring (Spielertrainer) und der FT Starnberg.

Als Aktiver stand Baum in der Jugend beim TSV 1860 im Tor, später beim Bayernligisten FC Ismaning und in Unterföhring. Genau der richtige Ansprechpartner also in Sachen Michael Zetterer. Der Keeper gilt als großes Talent bei Haching und hat einen Profi-Vertrag erhalten. 

-Herr Baum, warum hat die Spielvereinigung Michael Zetterer unter Vertrag genommen?

Er passt genau in unser Anforderungsprofil. Er ist jung, kommt aus der Region und kann richtig gut Fußball spielen. Deshalb ist es die logische Konsequenz, dass er jetzt ein Angebot bekommen hat. Für Haching ist es eine super Sache, wenn ein Spieler einen Profivertrag unterschreibt, der im Verein groß geworden ist.

-Was ändert sich jetzt für ihn?

Zuerst fährt Michael am 4. Januar mit den Profis ins Trainingslager in die Türkei. Ansonsten wird er wie bisher in der zweiten Mannschaft und in der U19 zum Einsatz kommen. Ab nächster Saison, wenn er die Schule beendet hat, wird er bei den Profis mittrainieren. Wir versuchen, jedes Jahr fünf, sechs A-Jugendspieler in die erste Mannschaft hochzuziehen. Da kann er sich an das Niveau bei den Erwachsenen gewöhnen und hat die Möglichkeit, mal in der Dritten Liga zu spielen.

-Was zeichnet ihn aus?

Für sein Alter ist er schon weit in seiner Entwicklung. Vor allem strahlt er sehr viel Ruhe im Tor aus. Und neben den normalen Fähigkeiten, die ein Torwart braucht, ist er mit dem Fuß sensationell. Er könnte genauso gut im Feld spielen. Er erfüllt alles, was ein Keeper heutzutage braucht. Zudem hat er einen tollen Charakter. Er arbeitet intensiv an sich und kann sich selbst motivieren. Vergangene Saison ist er in der U17 nicht so zum Zug gekommen. Aber er hat das geschluckt und weitergemacht. Wahrscheinlich ist er dadurch sogar noch stärker geworden.

-Hat er noch Defizite?

Natürlich, aber nichts Spezielles. Bei den Herren wird sehr viel mehr Athletik gefordert. Das ist aber nichts, was man nicht aufholen kann.

-Zetterer will neben dem Sport eine Ausbildung machen. Wie wichtig ist Ihnen so eine Einstellung?

Das gehört zu unserem Konzept – eine duale Karriereplanung. Wir sehen nicht nur den Job Fußballprofi. Etwas anderes neben dem Sport ist wichtig. Es ist ja nicht gesichert, dass sie es wirklich schaffen, Profi zu werden – dann brauchen sie ein zweites Standbein. Zudem arbeiten wir sehr viel im kognitiven Bereich. Dafür brauchen wir Spieler, die mit dem Kopf arbeiten können.

Interview: Alexander Schwer.

Quelle: fussball-vorort.de

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