Der Leader

Michael Rauch wechselt zum 1. FC Garmisch-Partenkirchen 

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Der neue Leader : Michael Rauch (r.) will die junge Mannschaft des 1. FC anführen. 

Weit mehr als die Hälfte seines Lebens hat Michael Rauch außerhalb seines Heimat-Landkreises Fußball gespielt. Und das auf hohem Niveau.

Über die Nachwuchsschmiede der FT Starnberg kam er zum BCF Wolfratshausen, wo er sich über nahezu eine Dekade in Landes- und Bayernliga behauptete. Nun kehrt er zurück zu seinen Wurzeln. Rauch ist beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen als Leitwolf für ein verjüngtes Team vorgesehen.

Höhepunkt in diesem Sommer war aber nicht die Zusage am Gröben. Vor drei Wochen standen für den 33-Jährigen und seine Frau Laura erstmals Elternfreuden an. Töchterchen Paulina kam zur Welt. Damit ist der primäre Grund für den Wechsel in Richtung Heimat Farchant bereits genannt. Fünfmal pro Woche 120 Kilometer auf Autobahnen und Landstraßen zu verbringen, sei mit der neuen Verantwortung nicht mehr drin. „Da kommt ganz schön was zusammen“, blickt Rauch auf die Fahrten zurück.

Doch nicht nur die Familie trieb „Jackson“, wie Rauch genannt wird, zur Rückkehr an. „Ich bin jetzt 20 Jahre gependelt, mir fehlt die Lust dazu.“ Wesentliche Abstriche muss der Mitarbeiter im Farchanter Bauamt keine hinnehmen. „Es ist die gleiche Liga, nur mit viel weniger Aufwand für mich.“

An das Karriereende denkt Rauch noch nicht. „So lange der Körper mitmacht, möchte ich spielen.“ Dass der 1. FC nur die vorletzte Karrierestation sein wird, steht schon fest. „Irgendwann werde ich halt bei den Alten Herren in Farchant landen“, witzelt er.

Zunächst aber obliegt ihm am Gröben eine hohe Verantwortung. Er werde „als Führungsspieler vorangehen“, verspricht er. Rauch weiß um die Erwartungen an ihn. Viele talentierte Spieler habe er in den wenigen Wochen beim 1. FC kennengelernt. „Alles gefestigte Charaktere, denen ich bei ihrer Entwicklung weiterhelfen möchte.“ Am liebsten auf der Sechser-Position, die er neben Rollen auf der linken Flanke am besten beherrscht. Von da könne er die Mannschaft ob der „kürzeren Wege“ besser anleiten.

Rauch wirbt beim Umfeld am Gröben indirekt um Geduld. Denn er versichert, die neue Mannschaft benötige noch einiges an Zeit, um sich zu finden. Ein Prozess, der eben etwas dauere. Wichtig sei nur, dass „wir immer nah dran sind“. Dann glauben die Spieler auch weiter an sich. Und an ihren Anführer.

OLIVER RABUSER

Quelle: Merkur.de

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