"Für mich überraschend, dass ich als Nummer zwei in die Saison gehe"

Michael Zetterer: Über Haching zur Nummer zwei in Bremen

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Michael Zetterer (2.v.r) ist seit dieser Saison die Nummer zwei beim SV Werder Bremen

SpVgg Unterhaching - Michael Zetterer hat den ersten kleineren Rückschlag in seiner Karriere gut verdaut. Der Kahnbeinbruch in der linken Hand, der ihn im Sommer die Teilnahme an der U20-Fußball-Weltmeisterschaft in Neuseeland kostete, ist fast schon wieder vergessen.

Zetterer schaut auch nicht lange zurück, dafür ist die Gegenwart viel zu spannend. Der 20-jährige Torwart aus Hohendilching hat sich bei Werder Bremen etabliert. „In meinem Alter die Nummer zwei bei einem Bundesligisten zu sein – das ist nicht selbstverständlich“, sagt er.

An den ersten acht Spieltagen saß Zetterer bei Werder auf der Bank. „Es war für mich schon überraschend, dass ich als Nummer zwei in die Saison gehe“, sagt Zetterer. Im Tor stand in allen acht Spielen Felix Wiedwald, Neuzugang von Eintracht Frankfurt. Raphael Wolf, in der Vorsaison lange Werders Stammtorwart, war nach einer Hüft-Operation erst einmal in der Zweiten Mannschaft eingesetzt worden. Seitdem hat er immer wieder Verletzungsprobleme und fällt wohl bis zum Ende der Hinrunde aus.

Zetterer stellt sich darauf ein, auch in den nächsten Wochen Bundesliga-Luft zu schnuppern – wenn auch erst einmal nur auf der Bank. „Alleine, dass ich mich in diesen tollen Stadien warmmachen darf, ist immer wieder Wahnsinn. Da spüre ich jedes Mal ein Kribbeln im Bauch“, sagt der 20-Jährige.

Wie mag das erst sein, wenn Zetterer dann tatsächlich einmal in einem Bundesligaspiel eingesetzt wird? „Ich bin ja jetzt schon nah dran, und in 90 Minuten kann viel passieren“, sagt er. Eine Verletzung bei Wiedwald, eine Rote Karte – und schon wäre Zetterer gefragt. Aber damit beschäftigt er sich nicht weiter. „Für mich hat sich die Situation nicht geändert. Ich gebe im Training weiter Vollgas“, meint er.

In der vergangenen Saison sei es zuerst noch ungewohnt gewesen, bei einem Bundesliga-Spiel auf der Bank zu sitzen. „Jetzt weiß ich, dass ich es mir erarbeitet habe. Das ist schön“, sagt Zetterer. Und fügt dann nach einer kurzen Pause hinzu: „Noch schöner wäre es natürlich, zu spielen.“Text: Christoph Fetzer

Quelle: fussball-vorort.de

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