Nicu glänz in "Vater-Rolle"

Die Minimalisten der Regionalliga

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An die „Vater-Rolle“ bei der SpVgg hat Maximilian Nicu sich gewöhnt: „Die Mannschaft ist unerfahren, macht es dafür aber ganz gut“, sagt der 32-Jährige

SpVgg Unterhaching - Nach einem holprigen Saisonstart hat sich die SpVgg Unterhaching als Minimalist in der Regionalliga Bayern gemausert.

Nach vier Spieltagen in Serie musste man sich anhand der Torquote der SpVgg Unterhaching noch ernsthafte Sorgen um den Drittliga-Absteiger machen. Klägliche zwei Tore erzielten die Rot-Blauen an den ersten vier Spieltagen. In den darauffolgenden vier Partien ist diese Erfolgsquote mit vier Treffern zwar nur unwesentlich besser geworden. Aber dank starken Abwehrleistungen mit vier Spielen ohne Gegentor fiel die Abschlussschwäche der SpVgg nicht so stark ins Gewicht.

Die Form des aktuellen Tabellenneunten der Regionalliga Bayern zeigt nach den vier ungeschlagenen Partien nach oben. Das 1:0 (0:0) gegen den FC Amberg durch einen späten Siegtreffer von Stürmer Markus Einsiedler in der Nachspielzeit wertete SpVgg-Trainer Claus Schromm deshalb auch nicht als zufällig. „Wir haben unseren Aufwärtstrend bestätigt. Die Entwicklung liegt am Training und an einer intensiven Arbeit. Es war nur eine Frage der Zeit“, sagte Schromm.

Mit einer Bilanz von 6:7 Toren sind die Hachinger aktuell die Minimalisten der Liga. In diesem Zusammenhang erweist es sich als glücklicher Umstand, dass die Rot-Blauen in Einsiedler einen kopfballstarken Stürmer besitzen, der auch mal aus dem Nichts einen Treffer erzielen kann. Schromm ist froh über die Verpflichtung des Angreifers in diesem Sommer vom TSV 1860 Rosenheim. „Er wird seinen Weg bei uns machen“, ist sich der Fußballlehrer sicher. Der 26-Jährige muss sich nach seinem knapp dreiwöchigen Vietnam-Rucksack-Urlaub wieder herankämpfen. Im ersten Training nach seiner Rückkehr merkte Einsiedler die hohe Belastung. „Im ersten Training dachte ich, dass ich Skischuhe anhabe, so schwer hat es sich angefühlt. Aber dann ging es bald schon wieder“, sagte Einsiedler, der angab, im Urlaub „viel gelaufen“ zu sein.

Neben dem zweitältesten Spieler Einsiedler spielte auch der erfahrenste Mann in den Reihen der SpVgg eine entscheidende Rolle beim knappen Heimsieg. Rückkehrer Maximilian Nicu zog die Fäden im zentralen Mittelfeld und sorgte für eine kräftige Unterstützung der Hachinger Youngsters um sich herum. An die „Vater-Rolle“ hat sich der 32-Jährige schon gewöhnt und bringt den von 1997 bis 2004 schon einmal bei den Rot-Blauen aktiven Ex-Bundesligaspieler nicht aus der Fassung. „Die Mannschaft ist unerfahren, macht es dafür aber ganz gut“, sagt Nicu.

Über seine jugendlichen Mitspieler kann Nicu nur schmunzeln. „Es ist witzig. Wenn ein Regenwurm am Boden liegt, lachen sich manche Spieler schon mal kaputt“, erzählt der ehemalige Mittelfeldmann von Hertha BSC Berlin und dem SC Freiburg eine Anekdote.

Aktuell gibt es angesichts der jüngsten Vorstellungen keinen Grund zur Kritik an seinen unerfahrenen Mitspielern. Sollte dies einmal der Fall sein, scheut sich Nicu nicht vor der Führungsrolle. „Wenn der eine oder andere mal einen Arschtritt braucht, dann werde ich das vielleicht mal machen“, kündigt Nicu an.

Leichte Probleme haben aktuell ohnehin eher die etwas erfahreneren Akteure als die ganz jungen Spieler. Und zwar Probleme physischer Art. Neben dem im Moment wegen einer Knie-Arthroskopie ausfallenden Kapitän Jonas Hummels kämpft auch Thomas Steinherr mit körperlichen Ausfallerscheinungen. Der vor wenigen Wochen vom Zweitligisten VfR Aalen zurückgeholte Steinherr hat nach einem Einsatz im bayerischen Pokalwettbewerb keine einzige Minute mehr für die SpVgg absolviert. Den Linksaußen plagen Rückenprobleme. Der 22-Jährige soll allerdings Mitte bis Ende der Woche wieder ins Training einsteigen. Wie es mit Josef Welzmüller (25) aussieht, bleibt offen. Der für Hummels als zweiter Kapitän eingesprungene Innenverteidiger kämpfte gegen Amberg nach einer Überstreckung des linken Knies mit seiner Blessur.

Quelle: fussball-vorort.de

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