Erwärmende Vorstellung des BCF Wolfratshausen

Misirlioglu und Höferth schießen BCF zum Sieg

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Einer der stärksten Wolfratshauser beim wichtigen 2:0-Sieg gegen Schwabmünchen war einmal mehr Marco Höferth (re.), der unter anderem den zweiten Treffer für den BCF erzielte.

BCF Wolfratshausen - Beim 2:0-Heimerfolg über Schwabmünchen glänzte der BCF Wolfratshausen mit zwei bislang eher selten gesehen Qualitätsmerkmalen: Standardstärke und Konsequenz.

Knapp zehn Minuten waren noch zu spielen auf dem Kunstrasenplatz im Isar-Loisach-Stadion, Zuschauer und Verantwortliche hatten längst kalte Füße, der BCF einen Eckstoß. Coach Reiner Leitl wollte den zuvor abgewehrten und in seiner Nähe gestrandeten Ball zum ausführenden Christian Duswald spielen, schnippelte aber das Spielgerät in den Schneestreifen neben der Seitenlinie. Für einen Fußballer von Leitls einstiger Qualität keine Heldentat. Eher schon die spätere Rechtfertigung des BCF-Trainers: „Ich wollte etwas auf Zeit spielen, außerdem war mir der Fuß schon eingefroren.“

Leitl war bester Stimmung, freute sich auf die abendliche Jahresabschlussfeier mit seinen Schützlingen. Die zeigten an einem eiskalten Winternachmittag eine äußerst erwärmende Vorstellung. Wobei die lange Zeit zumindest im Ansatz auf der Kippe stand. Kräftiger Schneefall am frühen Mittag erforderte einen personell aufgemotzten Winterdienst in Person aller verfügbaren Kräfte im Stadion. Zum Anpfiff war das Spielfeld wenigstens in die Vereinsfarben getaucht: Halb grün, halb weiß. Ein Aufwand, der sich „letztlich für uns gelohnt hat“, hielt Leitl fest. Wolfratshausen war das agilere, zielstrebigere Team. Im ersten Abschnitt allerdings noch weniger deutlich. Marco Höferth traf aus der Distanz die Oberkante der Querlatte, die Schwabmünchen vermasselten sich ihre beste Möglichkeiten durch ein Foul vorab.

Spätestens nach dem Seitenwechsel merkte man den Gastgebern dann aber ihr Vorhaben an. „Die Spieler haben den Sieg unbedingt gewollt, das hat man gesehen“, lobte Leitl den Auftritt seiner Mannschaft. Werner Schuhmann verpasste per Kopfballaufsetzer jenes Führungstor, das Onur Misirlioglu wenig später auf ähnliche Weise gelang. Und das der türkische Verteidiger melodramatisch bejubelte. Es folgten zwei exponierte Spielszenen mit Michael Marinkovic. Zunächst verpasste der 24-Jährige alleine vor Tormann Felix Thiel das 2:0. Minuten später wurde er vom TSV-Goalie im Strafraum unsanft abgeräumt. Allerdings vergab der sonst so treffsichere Höferth den Foulelfmeter. „Vermutlich war ihm auch der Huf etwas eingefroren“, scherzte Leitl.

Doch für Späße stand Höferth zu diesem Zeitpunkt nicht der Sinn. Er hatte noch etwas zu erledigen, zumal Thiel ihn nach dem verschossenen Strafstoß angefeixt hatte. Als die Schwabmünchner dann einen Duswald-Eckstoß auf Höferth abwehrten, nahm dieser kurz Maß und traf mit einem kernigen Flachschuss zum 2:0-Endstand. Ehe er die Mitspieler an sich heranließ, zeigte er hämisch grinsend in Richtung Thiel. Zurückgefeixt – Auftrag erledigt. „Wir wissen, was wir an Marco haben“, kommentierte Leitl eine halbe Stunde später mit warmen Füßen und kühlem Weißbier im Farcheter Sportheim das Geschehen.

Quelle: fussball-vorort.de

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