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Mit dem Lachen kommt der Erfolg: WWK Volleys Herrsching gewinnen Fünfsatz-Krimi im Pokal-Viertelfinale

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Höhenflug ab dem dritten Satz: Luuc van der Ent (r.) und die WWK Volleys Herrsching drehten spät auf.
Höhenflug ab dem dritten Satz: Luuc van der Ent (r.) und die WWK Volleys Herrsching drehten spät auf. © Dagmar Rutt

Vom 0:2-Rückstand gegen die Grizzlys Giesen lassen sich die WWK Volleys Herrsching nicht unterkriegen. Sie finden ihr Lachen wieder - und ziehen ins Pokal-Halbfinale ein.

Herrsching – Die WWK Volleys Herrsching stehen im Halbfinale des DVV-Pokals. Der Volleyball-Bundesligist vom Ammersee gewann am späten Mittwochabend in der heimischen Nikolaushalle gegen die Helios Grizzlys Giesen nach einem harten Kampf und 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2 (18:25, 20:25, 25:22, 25:17, 15:10).

Im Halbfinale treffen die Herrschinger am 22. Dezember auf die SVG Lüneburg. Im anderen Duell stehen sich die beiden deutschen Topteams VfB Friedrichshafen und Berlin Recycling Volleys gegenüber. Das Pokalfinale steigt am 6. März 2022 in Mannheim.

Schwacher Start vor Mini-Kulisse: WWK Volleys liegen 0:2 nach Sätzen zurück

Lange Zeit sah es am Mittwoch nach einem bitteren Pokalabend für die WWK Volleys aus. Doch die Hausherren bekamen vor der Mini-Kulisse von 100 Zuschauern (250 wären erlaubt gewesen) gerade noch so die Kurve. In den ersten beiden Sätzen zeigten sich die Grizzlys deutlich griffiger und waren klar Herr im fremden Haus.

Vor allem an der Aufschlaglinie präsentierten sich die Gäste sehr stark – Herrsching nicht. Insgesamt elf Servicewinner gelangen den Grizzlys in den ersten beiden Sätzen, die sie dann auch relativ deutlich mit 25:18 und 25:20 gewinnen konnten.

WWK Volleys Herrsching: Libero Ferdinand Tille bringt das Selbstvertrauen zurück

Unmittelbar nach dem zweiten Satz trommelte Herrschings Libero Ferdinand Tille seine Kollegen auf dem Feld zusammen und hielt eine kurze, aber durchaus emotionale Ansprache. „Wir waren einfach viel zu verkrampft“, sagte Coach Max Hauser nach der Partie.

Auch habe das Selbstvertrauen gefehlt. Wohl nur die wenigsten der 100 Zuschauer glaubten noch an eine Wende, die Gesichtsfarbe von Geschäftsführer Fritz Frömming färbte sich Uli-Hoeneß-mäßig.

WWK Volleys Herrsching drehen DVV-Pokal-Viertelfinale gegen Grizzlys Giesen

Doch die WWK Volleys drehten das Spiel. Auch weil Trainer Hauser (bereits Ende des zweiten Satzes) eine Umstellung im Mittelblock vornahm: Iven Ferch ersetzte den glücklosen Dorde Ilic. Und Ferch, der im bisherigen Saisonverlauf nur sporadisch zum Einsatz gekommen war, machte seine Sache mehr als ordentlich. Alle seine fünf Angriffe konnte er in Punkte ummünzen, packte zudem dreimal im Block zu.

Auch die anderen Spieler in den Lederhosen-Trikots legten eine Schippe drauf. Vor allem in der Annahme stabilisierten sich die Herrschinger, aber auch im Block und im Angriff. Die Grizzlys ihrerseits konnten ihr starkes Niveau der ersten beiden Durchgänge nicht halten. Mit 25:22 und 25:17 glichen die WWK Volleys aus.

Herrsching-Trainer Max Hauser: „So ist eben Volleyball“

„Wir haben bei 16:16 im dritten Satz endlich angefangen zu lachen, nach dem gewonnenen dritten Satz war das Selbstvertrauen wieder da“, erklärte Hauser. „So ist eben Volleyball.“

Auch im Tiebreak blieben die Herrschinger weiter am Drücker und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Zwischenzeitlich hieß es 10:4. Ein Giesener Fehler besiegelte schließlich nach 111 Minuten Herrschings Erfolg.

ds

Der DVV-Pokal

Viertelfinale
TSV Haching München – SVG Lüneburg 0:3
Powervolleys Düren – Friedrichshafen 0:3
WWK Volleys Herrsching – Grizzlys Giesen 3:2
UV Frankfurt – Berlin RV 1:3

Halbfinale (22. Dezember)
SVG Lüneburg – Herrsching
VfB Friedrichshafen – Berlin RV

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