Mit Platz 26 schlechtester Deutscher

Staffel startet wohl ohne Lucas Bögl

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Die Top 30 allein reicht nicht: Lucas Bögl wird für den Staffel-Wettbewerb des deutschen Teams wohl nicht nominiert. Damit bleibt ihm nur die Hoffnung auf einen Einsatz im Abschlussrennen am Sonntag über 50 Kilometer.

Bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld ist Lucas Bögl zwar in die Top 30 gelaufen, für einen Startplatz in der Staffel dürfte der 26. Platz dennoch zu wenig sein.

Zu stark war die mannschaftsinterne Konkurrenz über die 15 Kilometer in der klassischen Technik: Sein Zimmerkollege Andreas Katz (13.), Sebastian Eisenlauer (15.) und auch Janosch Brugger (18.) landeten mit starken Leistungen vor dem Holzkirchner.

„Ich habe um jede Sekunde gekämpft“, beteuert Bögl. „Insgesamt war es ein gutes, aber kein perfektes Rennen für mich. Glückwunsch an meine Teamkollegen – das war richtig stark, was die gezeigt haben.“ Am Ende hatte Bögl 2:22 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen. Silber ging an der Russen Alexander Bessmertnych, Bronze an Titelverteidiger Iivo Niskanen (Finnland).

Im Staffelrennen am Freitag rechnen sich die Deutschen zumindest Außenseiterchancen auf eine Medaille aus. Florian Notz und Jonas Dobler waren nach guten Leistungen im Skiathlon bereits gesetzt, die beiden verbliebenen Startplätze wird Bundestrainer Peter Schlickenrieder nun wohl an Andreas Katz und Sebastian Eisenlauer vergeben. Für Lucas Bögl bleibt damit nur die Hoffnung auf einen Einsatz im Abschlussrennen der WM am Sonntag. Die 50 Kilometer in der freien Technik dürften dem 28-Jährigen liegen, denn bislang galt oft die Formel: je länger und härter das Rennen, desto stärker der Bögl.

Überschattet wurde der gestrige Wettkampf von einem Dopingskandal. Noch vor dem Rennen hat das österreichische Bundeskriminalamt 16 Hausdurchsuchungen in Seefeld und Deutschland durchgeführt und neun Personen festgenommen – darunter fünf Sportler: die beiden Österreicher Max Hauke und Dominik Baldauf (Sechster im Teamsprint) sowie zwei Esten und einen Kasachen. Einer der festgenommenen Sportler soll von der Polizei am Morgen auf frischer Tat beim Blutdoping erwischt worden sein.

„Für Österreichs Skilanglauf ist das das Schlimmste, was passieren konnte, noch dazu bei der Heim-WM. Ich habe nichts geahnt“, sagte Austria-Langläufer Luis Stadlober, der im Rennen auf Platz 56 landete. Auch Lucas Bögl reagierte geschockt: „Es sind offenbar größere Probleme vorhanden, als ich gedacht habe. So macht es keinen Spaß.“

alf

Quelle: Merkur.de

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