Mitten drin im Abstiegskampf

- Baldham – Stinksauer war Baldhams Coach Klaus Brand, nachdem seine Bezirksliga-Kicker gegen Kellerkind Türk SV München zuhause mit 0:1 (0:0) den Kürzeren gezogen hatten. „Für diese schwache Leistung, die wir abgeliefert haben, habe ich kein Verständnis. Die meisten im Team meinen, sie könnten irgendetwas spielen, aber nicht das, was vorher besprochen wurde“, erklärte er. Nun steckt der SCB mitten drin im Abstiegskampf.

von tobias aigner

Gegen die Türken wollten sich die SCBler mit einem Sieg ins Mittelfeld hieven. Daraus wurde nichts. Brand: "Gerade die so genannten Leistungsträger haben total enttäuscht. Das Anspruchsdenken ist hoch, die Wahrheit ist, dass wir jetzt hinten drin stehen". Auf dem Rasen sah dies so aus: Baldham war zwar dem Gegner stets läuferisch und spielerisch überlegen. Doch Torchancen sprangen kaum heraus. "Im Spiel nach vorne herrschte die pure Hilflosigkeit", so Brand. SCB-Torjäger Robert Grätz wurde nur zu Beginn mit Anspielen gefüttert, vor allem in der zweiten Hälfte hing er in der Luft.

Das einzige Tor fiel acht Minuten vor dem Ende. Ein Eckstoß der Türken von der rechten Seite wurde zur rechten Strafraumkante zu Mesut Reindl geleitet. Der zog ab, halb Flanke, halb Schuss. Als Bogenlampe, über den verdutzen SCB-Keeper Markus Lach hinweg, senkte sich die Kugel ins linke Eck: 0:1 (83.). Schon das Entstehen der Ecke trieb Brand die Weißglut ins Gesicht: "Bezeichnend. Da wurde einfach nicht schnell genug geklärt". Und so nahm der Türk SV die Zähler mit: "Die wollten nur das 0:0 halten, aber haben sich den Sieg erkämpft", so Brand.

In Hälfte eins tauchten die Hausherren wenigstens zwei, drei Mal gefährlich vor des Gegners Kasten auf: Eine Grätz-Flanke wurde zum Torschuss, aber von SVT-Keeper Osman Quke per Fingerspitzen pariert (15.). Dann probierte es Grätz per Direktabnahme aus zehn Metern, doch wieder gehalten (29.). Schließlich scheiterte Timur Tepedelen aus kurzer Distanz (39.).

In Hälfte zwei schnürte der SCB zwar den Gegner teils in dessen Hälfte ein, doch der "Abteilung Attacke" der Baldhamer fiel so gut wie nichts mehr ein. Daran änderten auch die Einwechslungen von Srdan Simicevic und Patrick Wagmann nichts.

Dagegen ging die einfache Taktik von Gäste- und Ex-Forstinning-Coach Branko Zerevica auf: Massiv hinten reinstellen, ab und zu einen Entlastungsangriff starten und eine der wenigen Chancen nutzen. Und schon war der SC Baldham ausgeknockt.

Quelle: Merkur.de

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