Alles auf eine Karte

BCF möchte noch vier Punkte vor der Winterpause

Ärgerlich: Ohne Defensivspezialist Enzo Potenza (re.) muss der BCF Wolfratshausen im Heimspiel gegen Dachau auskommen: Der 29-Jährige wurde nach seiner roten Karte für drei Partien gesperrt. Foto: Hans Lippert

 Pünktlich zur nahenden Winterpause könnte der BCF Wolfratshausen die Abstiegszone nach langer Zeit wieder verlassen. Grundlage wäre allerdings ein Heimerfolg an diesem Samstag gegen den TSV Dachau 1865 (14 Uhr, Isar-Loisach-Stadion).

Nach dem Spiel wird es allerdings noch nicht soweit sein, denn die beiden unmittelbar besser platzierten Klubs treffen im direkten Vergleich aufeinander. Aber eine Basis für die abschließenden Partien gegen Neumarkt und Schwabmünchen – sofern diese witterungsbedingt noch ausgetragen werden – könnte sich der Ballclub allemal schaffen.

Gegen Dachau wird in jedem Falle noch gespielt. Und das ist auch gut so, denn der TSV ist in den vergangenen Jahren zu einer Art Lieblingsgegner für die Wolfratshauser geworden. Zuletzt feierten die Farcheter jeweils 3:1-Auswärtssiege an der Jahnstraße. Die Hintergründe des einseitig amourösen Verhältnisses sind Marco Stier tendenziell egal. „Es gibt ja in jeder Liga Teams, mit denen man nicht zurecht kommt.“ Eine Relevanz für seine Mannschaft verneint der BCF-Trainer bewusst. Denn die Tatsachen sind andere: „Dachau hat trotzdem eine gute Mannschaft, die jedes Jahr um den fünften Platz spielt.“

Von seiner Truppe fordert Stier, sie müsse noch einmal „komplett alles raushauen“ und in puncto Leidenschaft „alles auf eine Karte“ setzen. Der 33-Jährige spricht von einem „klaren Ziel“, nämlich vier Zählern aus den beiden kommenden Begegnungen.

Neuen Mut haben die Farcheter durch ihren Last-Minute-Sieg in Ismaning geschöpft. Stier bestätigt, dass bei den Übungseinheiten „viel gelacht“ wurde, ihm die Stimmung bisweilen aber „fast zu locker“ vorkam. Einschreiten wollte er gleichwohl nicht. Zu viel ist auf seine Kicker in dieser Spielzeit bereits eingeprasselt. Und nichts ist in dieser Phase wichtiger, als unbelastete Gedanken. Zumal die Mannschaft endlich mal erkennen durfte, dass sie nicht nur Nackenschläge kassieren, sondern auch Spiele „in letzter Minute“ entscheiden könne.

Gegen Dachau darf das gerne schon frühzeitiger passieren. Wichtiger ist Stier allerdings, endlich wieder einmal zu Null zu spielen oder „höchstens ein Gegentor zu kassieren“. Wolfratshausen stellt mit 53 Gegentreffern die statistisch schlechteste Abwehr der Bayernliga Süd. „Wir müssen einfach noch disziplinierter in der Defensive sein“, stellt der Coach klar. Worte, die durchaus an die Adresse von Enzo Potenza gerichtet sein könnten. Der Routinier hat sich bekanntlich in Ismaning durch eine verbale Entgleisung einen Schiefer bei Stier eingezogen und wurde vom Sportgericht für drei Partien vom Spielbetrieb verbannt. Die damit verbundenen Kosten der Verhandlung wurden dem Sünder in Rechnung gestellt – Strafe muss sein.

Taktisch setzt Stier auf kompakte Arbeit gegen den Ball und schnelles Umschaltspiel. Denn wie bereits im Hinspiel gesehen, haben Marian Knecht und Sebastian Schnabel im Falle präziser Zuspiele deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegen Dachaus Spielertrainer Fabian Lamotte und Co.

BCF: Heep – Puta, Kantar, Nummer, Skoro, Rödl, Lehr, Tomicic, Hauk, Knecht, Schnabel; Karaca, Gobitaka, Endl, Vidovic, Onyemaeke.

Quelle: fussball-vorort.de

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