Monsterparade von Pradl sichert Sieg

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Trotz des Platzverweises warf der FC Unterföhring in der Schlussphase alles nach vorne. Doch der BCF Wolfratshausen mit (grüne Trikots, v.?li.) Lamine Guéye und Basti Pummer sowie Tormann Kevin Pradl hielt dem Druck stand.

BCF Wolfratshausen - Ein hitziges Derby voller Emotionen lieferte sich der BCF Wolfratshausen mit dem FC Unterföhring . Am Ende überraschte das Ergebnis: Farchet siegte mit 2:1 – das Produkt einer herausragenden Kollektivleistung.

Arm in Arm standen Wolfratshausens Fußballer auf dem Kunstrasenplatz des Isar-Loisach-Stadions. Erschöpft, aber glücklich machten Reiner Leitls Schützlinge einmal mehr ihre gefestigte Zusammengehörigkeit öffentlich deutlich. Immerhin hatte der Schiedsrichter in einer Bayernliga-Partie mit nicht alltäglichem Unterhaltungswert satte acht Minuten nachspielen lassen. Eine ordentliche Draufgabe, aber dennoch gerechtfertigt: Tumulte, kernige Zweikämpfe mit Kurzzeitschäden, Scharmützel und natürlich die übliche Verlangsamung des Spielverlaufs zum Ende hin.

Im ersten Spielabschnitt hatten die Gäste durchaus Möglichkeiten, die Angelegenheit den Erwartungen entsprechend zu gestalten. Wolfratshausen benötigte Fortune. Doch mehr als der Führungstreffer durch Dominik Hofmann (35.) sprang für die Gäste, bei denen die ehemaligen Farcheter Korbinian Gillich und Attila Arkadas eher unauffällige Rollen ausübten, nicht heraus. BCF-Keeper Kevin Pradl, der die maßgebliche Hereingabe unterlief, beschränkte sich gleichwohl auf diesen einen Patzer. Vielmehr noch: Pradl avancierte in der Schlussphase der Begegnung zum Matchwinner.

Zunächst aber glich Farchet in einem strategisch günstigen Moment aus. 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff drosch Basti Pummer den Ball aus schrägem Winkel hoch in die lange Torecke - 1:1. Dass das Spielgerät auf Umwegen den Weg zum Schützen gefunden hatte, störte nicht weiter. Was folgte, war ein denkwürdiger zweiter Akt. Los ging es mit dem Platzverweis gegen Unterföhrings Keeper Patrick Nothaft und dem daraus resultierenden Elfmetertor von Werner Schuhmann zum 2:1 (67.). Nothaft hatte Farchets Stürmer Chris Korkor am Ende eines aussichtsreichen Konters unüberlegt über den Haufen gerannt. Erwähnenswert auch das Engagement auf Seiten der Trainer. FCUÜbungsleiter Andreas Pummer, der die spielentscheidende Szene als „Nackenschlag“ wertete, äußerte sich mehrfach süffisant gegenüber dem gelb-zeigefreudigen Schiedsrichter.

Reiner Leitl wiederum war im galligen Tonfall intensiv darum bemüht, seiner Equipe den Tatbestand eigener Überzahl zu veranschaulichen. Der BCF-Coach hätte sich eine aktivere Ergebnisverteidigung gewünscht. Das aber ließ die Physis seiner Kicker nicht zu. Sie hätten das Mittwochsspiel in den Knochen gemerkt, räumte der 54-Jährige später ein. Der Umgang mit dem zahlenmäßigen Vorteil durch den Platzverweis sei „leider etwas kopflos“ gewesen. Leitl hob allerdings hervor, dass Pradl „super gehalten“ habe. In der Tat: Sekunden vor Spielende hielt der 21-jährige Keeper den Sieg mit einer Monsterparade gegen Martin Büchel fest.

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Quelle: fussball-vorort.de

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