Die müden Helden beißen sich durch

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Überragender Rückhalt des BCF beim 2:0-Pokalsieg in Gerolfing war Schlussmann Franz Demmel.

Wolfratshausen/Gerolfing - Franz Fischers Tor ebnet dem BCF Wolfratshausen den Weg in die nächste Runde des Toto-Pokals. Der Spaß am Fußball setzte sich am Ende gegen die Müdigkeit durch.

Statistik

FC Gerolfing – BCF Wolfratshausen 0:2 

BCF Wolfratshausen: Demmel – S. Kluge, J. Taffertshofer, L. Kasperek, Rauch (70. Jell), Scheck, Miedl, Murböck, Pratz. Schuhmann (28. Amanquah), Fischer (46. Panholzer);

Tore: 0:1 (45.) Fischer, 0:2 (90. +3) Panholzer. –

Schiedsrichter: Andreas Mörgenthaler (Kicklingen).

Jetzt haben sie ein paar Tage trainingsfrei, die Kicker aus der Flößerstadt. Am morgigen Freitag wird zwar die Landesliga-Heimpartie gegen Burghausen eingeschoben, doch der Übungsbetrieb ruht bis nächste Woche. Die Erholung haben sich die Schützlinge von Andreas Brunner redlich verdient: Erst kletterten sie in der Liga nach oben, dann ließen sie beim 2:0 in Gerolfing den ersten Sieg im Toto-Pokal folgen.
Der allerdings stand lange Zeit auf sprichwörtlich wackeligen Beinen. Zu sehr steckte die Hitzeschlacht von Affing noch in den Körpern der Farcheter Kicker. Coach Brunner setzte auf frische Kräfte, brachte mit Manuel Pratz, Jakob Taffertshofer und Werner Schuhmann drei Reservisten von Beginn an. Mit zunächst mäßigem Erfolg. Gerolfing dominierte Geschehen und Gegner, erspielte sich einige tolle Chancen. Der „überragende Franz Demmel“ machte sie allesamt zunichte. Brunners Eloge an seinen Schlussmann war die eine Seite. Der Rest hatte in erster Linie mit Glück zu tun, dass „wir diese Phase überstanden haben“. Denn die Farcheter liefen in Durchgang eins ausnahmslos hinterher und waren „immer einen Schritt zu spät“ dran.

Wieder einmal richtete es Franz Fischer

Allerdings haben die Gäste halt einen Torjäger, dem momentan so ziemlich alles gelingt. Wieder einmal richtete es Franz Fischer. Kurz vor dem Seitenwechsel spritzte der Penzberger in eine von Pratz getretene Ecke und stellte per Kopf den Spielverlauf auf den Kopf. Ein Tor und dazu noch 15 Minuten Erholung in der Kabine – das war Balsam auf die geschundene Muskulatur der BCFFußballer. Plötzlich lief es weit besser. „Wir haben das Spiel in den Griff bekommen, das Tor hat Kräfte freigesetzt“, resümiert Brunner. Den Gerolfingern wurde nur noch eine Möglichkeit gestattet. Doch an Demmel gab es an diesem Abend kein Vorbeikommen.

Das Übrige besorgten die Vorderleute des Königsdorfers. Die Defensive stand inzwischen solide, versuchte laut Brunner jetzt „die Zweikämpfe anzunehmen“. Die Entscheidung ließ freilich lange auf sich warten. Erst als der Unparteiische ein letztes Mal kräftig Luft holte, um den Schlusspfiff zu intonieren, setzte Max Panholzer den Deckel drauf. Der Antdorfer wurde von Marley Amanquah freigespielt, der eigentlich geschont werden sollte. Aber Amanquah musste nach einer halben Stunde notgedrungen eingreifen. Werner Schuhmanns Griff an den Oberschenkel ließ nichts Gutes befürchten. Ein langer Schritt des Lenggriesers und vorbei war es – vielleicht wieder für lange Zeit. Brunner wollte einer Untersuchung nicht vorgreifen, war sich aber sicher, es sei „die alte Stelle“ gewesen. Auf freie Tage dieser Art hätte Schuhmann sicher gerne verzichtet.

von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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